Kunst mit Abstand

Künstler setzen in Holzkirchen farbenfrohes Zeichen ihres Schaffens

„Kunst mit Abstand“ heißt das am Holzkirchner Bahnhof zu bestaunende Kunstwerk aus farbenfrohen und ausdrucksstarken Graffiti. Die Idee dazu hatten die beiden Künstler Sandro Thomas (2.v.r.) und Susanne Stubner (l.).
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„Kunst mit Abstand“ heißt das am Holzkirchner Bahnhof zu bestaunende Kunstwerk aus farbenfrohen und ausdrucksstarken Graffiti. Die Idee dazu hatten die beiden Künstler Sandro Thomas (2.v.r.) und Susanne Stubner (l.).

Holzkirchen – Mit dem Projekt "Kunst mit Abstand" an der Atrium-Tiefgarage in Holzkirchen machen Künstler aus dem Landkreis auf ihr Schaffen aufmerksam.

Der Holzkirchner Künstler Sandro Thomas alias „Antik“ hat mit seinem Projekt „Kunst mit Abstand“ neun professionelle Künstler und vier Jugendliche aus dem Landkreis zusammengebracht und gezeigt, dass die Kunstszene vor Ort trotz Corona aktiv ist. Als Ergebnis ist rückwärtig des Holzkirchner Gesundheitszentrums Atrium aus einer grauen Wand eine spannendes Kunstobjekt entstanden.

Wie Sandro Thomas sagt, kam ihm die Idee zu dem Projekt nach der corona-bedingten Absage der vom Verein Kulturvision initiierten offenen Ateliertage. Er hat daraufhin mit einem Rundschreiben versucht, einige Kreativschaffende zusammenzubringen, um mit dem notwendigen Abstand ein der Öffentlichkeit frei zugängliches, gut sichtbares künstlerisches Zeichen zu setzen. Schnell hatte Thomas die Truppe beisammen und die Firma Isartaler Holzhaus stellte unkompliziert die betongraue Rückseite der Atrium-Tiefgarage für ein großflächiges Kunstwerk zur Verfügung.

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Den Titel „Kunst mit Abstand“ erklärt Thomas so: „Die großen Bilder wirken aus einem gewissen Abstand besser und wir konnten gemeinsam mit Abstand von nächsten, aber auch uns selbst an der frischen Luft arbeiten. Das hat geholfen, den Kopf frei zu bekommen.“ Gefreut hat ihn besonders, dass auch vier Nachwuchskünstler ihr Können gezeigt haben, die er von seinem Engagement beim Verein „Vorbild Jugendlicher – Leitbild Mensch“ kennt. Dass die Kunstszene finanziell in der Klemme steckt, verdeutlicht das Kunstwerk der Glaskünstlerin Susanne Stubner. Wie sie sagt, hätte sie gerne gezeigt, wie beeindruckend ein kleinteiliges Graffiti als großflächiges Glasmosaik wirkt: „Das wäre ein ideales Projekt dafür gewesen, aber Glas ist teuer und leider gab es keine Sponsoren.“

Sandro Thomas hofft, dass mit „Kunst mit Abstand“ die eine oder andere Firma oder Einrichtung auf die Künstler aufmerksam wird und vielleicht einen Auftrag erteilt: „Jeder von uns hat seinen Namen dazugeschrieben, der über die Kulturvision oder die sozialen Medien zu finden ist.“ Gerne würden er und seine Künstlerkollegen bald wieder weitere Projekte in Angriff nehmen. Sandro Thomas ist überzeugt, dass das allen gut täte. „Ich denke, dass es im Landkreis genug graue oder übel verschmierte Flächen gibt, von deren Verschönerung alle etwas hätten“, erklärt er. hac

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