Ja zum Projekt

Holzkirchen: Radschutzstreifen auf der Münchner Straße kommt / Parkplätze fallen weg

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Für Radschutzstreifen auf der Münchner Straße müssen sechs Kurzzeitparkplätze und eine Abbiegespur weichen.

Holzkirchen – Der Holzkirchner Verkehrsausschuss diskutierte bei seiner jüngsten Sitzung intensiv über die Installation von weiteren Radschutzstreifen in der Marktgemeinde. Konkret geht es um die Münchner Straße zwischen dem Bahnhof und dem ehemaligen Baywa-Gelände. Nachdem im Gewerbegebiet bereits solche Streifen auf der Straße aufgemalt sind, ist dies nun auch für diesen Teilabschnitt dieser Holzkirchner Durchgangsstraße beschlossene Sache.

Die Entscheidung fiel mit 8:3 Stimmen für die Radschutzstreifen. „Doch recht eindeutig“, kommentierte Bürgermeister Olaf von Löwis. Somit ist der Weg frei, nach dem Gewerbegebiet auch auf der viel befahrenen Münchner Straße solch 1,25 Meter breiten Streifen anzubringen. Um trotzdem die geforderte Straßenbreite für den Kraftfahrzeugverkehr sicherzustellen, muss allerdings die Abbiegespur auf die Erlkamer Straße weichen. Angebracht werden die Markierungen aber erst, nachdem der im Juni startende Tempo-30-Versuch auf der Münchner Straße abgeschlossen ist (wir haben berichtet). Der Rathauschef hofft überdies, dass auch danach das Tempolimit bestehen bleiben kann: „Automatisch passiert das aber nicht, gut wäre es aber schon, weil erwiesenermaßen eine 30er Zone mit Radschutzstreifen erheblich zur Sicherheit der Radfahrer beiträgt.“

Da für die Extra-Fahrbahn für die Radler die Kurzzeit-Parkplätze entlang der Münchner Straße vom Bahnhof zur Erlkamer Straße wegfallen, stößt die Entscheidung bei den dort ansässigen Geschäftsinhabern allerdings auf wenig Gegenliebe. So meinte Anton Lehner vom gleichnamigen Friseur- und Kosmetiksalon: „Die 30er Zone finde ich ja gut und richtig. Aber der Wegfall der Parkplätze macht uns das Leben wirklich schwer. Wo sollen denn unsere Kundschaft dann parken?“ Die, die mit dem Fahrrad kommen, könne er an einer Hand abzählen. „Ich verstehe auch nicht, warum nicht stattdessen der bestehende Fahrradweg hinter dem alten Baywa-Gelände entlang der Bahn ertüchtigt wird.“ Der sei, wie von Löwis sagte, auch nicht außen vor, soll aber erst bei der Entwicklung des Bahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe in das Gesamtkonzept mit aufgenommen und genauer betrachtet werden. hac

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