Sechs Fahrzeuge mehr

Diese neuen Züge rollen ab Juni durchs Oberland

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Züge vom Typ „Lint“ wie dieser ersetzen ab Juni die Integral- und Talent-Fahrzeuge der Bayerischen Oberlandbahn.

Landkreis – Die neuen BOB-Züge kommen ab Juni und dann sechs Fahrzeuge mehr fürs Oberland. Auch die Elektrifizierung wird für Anfang der 2030er Jahre geplant.

Die betagten Züge, die auf den Gleisen im Oberland unterwegs sind, mussten immer wieder als Sündenbock herhalten. Das ist bald vorbei: Ab Juni werden sie ausgetauscht und durch eine neue, um sechs Fahrzeuge erweitere Flotte ersetzt. Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und Bayerische Oberlandbahn (BOB) versprechen sich davon laut einer Mitteilung der BEG höhere Zuverlässigkeit für die Fahrgäste und kündigen einen dichteren Takt an.

Die ersten Fahrzeuge des Typs „Lint“ wurden bereits ausgeliefert und sind derzeit zu Schulungs- und Testfahrten im Probebetrieb unterwegs. Mitte Juni sollen die „Talente“ ersetzt werden, Ende Juli dann die „Integrale“. Es werden also alle 25 Fahrzeuge ausgetauscht, die jetzt in Betrieb sind. Und „zum großen Fahrplanwechsel im Dezember 2020 kommen sechs weitere Neufahrzeuge hinzu“, teilt die BEG mit. Die dann 31 identischen Fahrzeuge „lassen sich beliebig miteinander kuppeln. Dadurch steigt die Einsatzflexibilität der gesamten Flotte“, heißt es weiter. Es sind auch mehr Fahrten geplant. So wird ab Dezember im Berufsverkehr an Werktagen der Halbstundentakt am frühen Vormittag und am Abend erweitert. „Für den Ausflugsverkehr am Wochenende gibt es im gesamten Netz mehr Sitzplätze sowie auf den Streckenästen nach Tegernsee und Lenggries einen weitgehenden Halbstundentakt über den ganzen Tag“, teilt die BEG mit.

„Der Flottentausch bringt mehr Zuverlässigkeit in den Netzbetrieb und echten Mehrwert für die Fahrgäste. Wir erwarten weniger Zugausfälle und mehr Pünktlichkeit“, erklärt BEG-Geschäftsführerin Bärbel Fuchs. Die Lint-Züge, lobt BOB-Geschäftsführer Fabian Amini, seien im Vergleich zur Bestandsflotte „deutlich leiser. Sie stoßen weniger Schadstoffe aus und bieten mehr Fahrkomfort. Unsere Lokführer sind von den Zügen begeistert“. Leistungsstarke Klimaanlagen, modernes Fahrgastinformationssystem und Gratis-WLAN soll es in den Fahrzeugen geben. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer sprach von einem echten Gewinn für die Fahrgäste.

Die neuen Züge sollen als Übergangslösung zum Einsatz kommen, bis die Oberlandstrecken durchgängig elektrifiziert werden, was für Anfang der 2030er Jahre angestrebt wird. Parallel soll die Infrastruktur ertüchtigt und ausgebaut werden, um weitere, verbesserte Angebote zu ermöglichen. ft

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