Da war doch was?

SPD-Antrag für eine Bürgermedaille holt FWG-Antrag aus Versenkung

Elisabeth Dasch (SPD) wollte in Holzkirchen gerne eine Bürgermedaille einführen.
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Elisabeth Dasch (SPD) wollte in Holzkirchen gerne eine Bürgermedaille einführen.

Holzkirchen – Nachdem Elisabeth Dasch im Namen der SPD-Fraktion im November 2019 den Antrag für eine Bürgermedaille gestellt hatte, stellt sich heraus, dass die FWG diese bereits beantragt hatte.

Im Namen der SPD-Fraktion hatte deren Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Dasch im November 2019 den Antrag gestellt, dass der Marktgemeinderat beschließen möge, künftig an verdiente Holzkirchner eine Bürgermedaille zu verleihen. Im Rahmen der Überprüfung für die Kriterien zur Verleihung stellte die Verwaltung fest, dass ein ähnlicher Antrag bereits 2008 von der FWG-Fraktion gestellt wurde. Der verlief aber im Sande.

Wie Geschäftsleiter Robert Haunschild erklärte, hat die FWG 2008 den Antrag gestellt, einen Empfang für Ehrenamtliche zu installieren. Relativ zeitgleich hatte der damals amtierende Bürgermeister Josef Höß die Schaffung einer Bürgermedaille in den Raum gestellt. Im März 2009 wurde im Marktgemeinderat dann beschlossen, die Medaille und einen Abend der Vereine einzuführen. Die Fraktionen sollten dazu Vorschläge einbringen. „Aber es kamen keine. Danach ging das leider unter“, stellte Haunschild abschließend fest.

Bürgermeister Olaf von Löwis wollte daraus keine Grundsatzdiskussion machen und bat, in der Debatte nicht den Ball hin und her zu schieben, sondern nach einer Lösung zu suchen. Martin Taubenberger (FWG) zeigte sich dennoch enttäuscht, dass der Antrag so lange nicht behandelt wurde: „Das wird uns nicht mehr passieren. Ich bleibe da jetzt dran und hoffe, dass wir das schaffen.“

Grundsätzlich begrüßte auch Robert Wiechmann (Grüne) die Schaffung einer solchen Medaille. Die Auszeichnung solle aber keinesfalls inflationären Charakter haben und man müsse aufpassen, „dass wir nicht einen ehren, zehn beschädigen und zwanzig vergessen“. Für eine äußerst sparsame Vergabe der Auszeichnung sprachen sich auch Dasch und Taubenberger aus.

Der Rathauschef schlug vor, den FWG-Antrag modifiziert mit neuem Datum und vor allem Nachdruck umzusetzen. Da es dazu bereits einen Beschluss gibt, wurde darüber nicht neu abgestimmt. Damit war das Gremium einverstanden. Dasch zog daraufhin ihren Antrag zurück. hac

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