Fünf Varianten zur Wahl

Wie die Holzkirchner Südumfahrung aussehen könnte

Der Marktgemeinderat hat jetzt für die Südumfahrung Holzkirchens zwischen fünf Trassen die Qual der Wahl.
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Der Marktgemeinderat hat jetzt für die Südumfahrung Holzkirchens zwischen fünf Trassen die Qual der Wahl.

Holzkirchen – Fünf Varianten stehen in Holzkirchen zur Wahl, wie eine Machbarkeitsstudie zur Südumfahrung zeigt. Nun muss der Gemeinderat entscheiden.

Wie erwartet, war die jüngste Sitzung im Marktgemeinderats im Oberbräusaal gut besucht, als kürzlich das Staatliche Bauamt Rosenheim die Machbarkeitsstudie zur Südumfahrung Holzkirchen vorstellte. Die Trassen I bis III sollen relativ hohe naturschutzrechtliche Risiken bergen. Die beiden anderen Varianten sind aus dem Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) abgeleitet. Wobei die Variante V lediglich für Holzkirchen eine verkehrstechnische Entlastung vorsieht.

Insgesamt gingen beim staatlichen Bauamt 19 Vorschläge ein. Für eine nähere Untersuchung blieben fünf Trassen übrig. Eines ist allen gemeinsam: Sie münden südlich von Lochham auf die B318. Diese soll dann vom Treffpunkt in Richtung Autobahn vierspurig ausgebaut werden.

Mehr zur Machbarkeitsstudie lesen Sie hier.

Die Vorstellung der Trassen übernahm Bernhard Bauer, Leiter der Projektgruppe Straßenbau, wobei er jeweils auf alle Vor- und Nachteile hinwies. Die rund 46 Millionen Euro teure Variante I durchs Thannholz empfahl er wegen hoher naturschutzrechtlicher Risiken nicht weiter zu verfolgen. Auch die Varianten II und III, die südlich von Großhartpenning verlaufen, sollen naturschutzrechtlich nicht einfach umzusetzen sein und bedürfen voraussichtlich zusätzlicher Lärmschutzmaßnahmen. Der Kostenpunkt für diese Trassen liegt bei 45,7 respektive 50,2 Millionen Euro.

Trasse IV würde Kurzenberg und Großhartpenning im Norden umfahren. Auch hier rechnet das Bauamt mit zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen. Die Baukosten dafür wurden mit 55,7 Millionen Euro beziffert. Der rund 29,8 Millionen Euro teuren Variante V liegt der vordringliche Bedarf im BVWP zugrunde. Sie sieht auf einer relativ kurzen Strecke lediglich eine verkehrstechnische Entlastung für Holzkirchen vor und lässt Kurzenberg und Großhartpenning außen vor.

Jetzt ist der Marktgemeinderat gefragt, sich für eine Trasse zu entscheiden. Danach sollen weitere Planungen und eine genauere Untersuchung hinsichtlich der betroffenen Tier- und Pflanzenwelt folgen. Wie die Holzkirchner Bürgermeisterkandidaten respektive die Fraktionen zur Machbarkeitsstudie stehen, lesen Sie in der nächsten Ausgabe. hac

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