Energie besser nutzen

Holzkirchen tritt kommunalem Energieeffizienz-Netzwerk Oberland bei

Geothermieanlage in Holzkirchen
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Mit der Geothermie ist Holzkirchen bereits ein Vorreiter in Sachen nachhaltige Energie und Klimaschutz. Mit dem Beitritt zum kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Oberland möchte die Marktgemeinde ihre Anstrengungen weiter verstärken.

Holzkirchen – Holzkirchen ist beim Energieeffizienz-Netzwerk Oberland dabei. Die Marktgemeinde hofft auf individuelle Beratung beim Energienutzungsplan.

Vor Kurzem standen die Themen CO2-Reduzierung und Senkung der Energiekosten auf der Tagesordnung des Marktgemeinderats Holzkirchen weit oben. Damit der bereits bestehende Energienutzungsplan noch effektiver umgesetzt werden kann, hat das Gremium einstimmig beschlossen, dem kommunalen Energieeffizienz-Netzwerk Oberland beizutreten. Wenn das staatlich geförderte Programm bewilligt wird, soll es im Juli an den Start gehen.

Die erste Sitzung startete gleich mit einer Premiere, waren doch die Referenten nicht selbst anwesend, sondern per Videokonferenz in den Ratssaal zugeschaltet. So informierten Stefan Drexlmeier von der Energiewende Oberland und Dominikus Bücker vom Institut für nachhaltige Energieversorgung über den Stand der Dinge des kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks, zu dessen Beitritt die Marktgemeinde Mitte November 2020 ihr Interesse bekundet hatte.

Wie Bücker, der an der Technischen Hochschule Rosenheim lehrt, sagte, hat sich inzwischen die erforderliche Zahl an Interessenten gefunden. 14 Gemeinden – acht davon aus dem Landkreis Miesbach – sind demnach an Bord. Wenn alle ihren Beitrittsbeschluss gefasst haben, wird der Antrag beim Projektträger Jülich eingereicht. Mit der Zusage der Förderung rechnet Bücker Mitte des Jahres.

Damit verbunden ist eine individuelle Energieberatung. Dazu sollen zwölf Netzwerktreffen stattfinden, die einem dauerhaften Erfahrungsaustausch zur nachhaltigen Energieeinsparung dienen sollen. Die Gesamtkosten belaufen sich für die dreijährige Projektlaufzeit auf 58.100 Euro, wovon das Bundesumweltministerium 37.675 Euro übernimmt. Den Rest in Höhe von 20.425 Euro brutto muss die Gemeinde tragen.

Wie Bücker auf Nachfrage von Josef Sappl sen. (CSU) sagte, sei der jeweils jährlich abzuführende gemeindliche Abschlag für alle Gemeinden gleich hoch. Der Gedanke von Hubert Müller (FWG), dass eine zeitgleiche Förderung des gemeindeeigenen Energienutzungsplans und des Netzwerks nach hinten losgehen könne, verneinte Drexlmeier: „Diese Gefahr sehe ich auf keinen Fall.“

Überhaupt habe Holzkirchen nach Meinung der Experten mit dem Energienutzungsplan schon ein tolles Instrument geschaffen. Mit dem Beitritt zum Netzwerk könne Holzkirchen aber trotzdem noch profitieren sowie weiteres Potenzial finden und heben. Dazu meinte Karl Bär (Grüne): „Das ist alles gut und richtig. Wichtig ist aber, dass wir die Maßnahmen dann auch zügig umsetzten.“ hac

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