Wie Unternehmen in der Marktgemeinde leiden

Umfrage zeigt entscheidenden Nachteil für Holzkirchen

Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“, zeigt die Ergebnisse der Umfrage in Holzkirchen.
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Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“, zeigt die Ergebnisse der Umfrage in Holzkirchen.

Holzkirchen – Eine Umfrage der Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ zeigt: Unternehmen in Holzkirchen leiden unter Wohnraummangel.

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ startete vor Kurzem eine Umfrage mit dem Titel „Wohnen – ein Standortvorteil?“. Angeschrieben wurden rund 230 Holzkirchner Unternehmen, Praxen und Einrichtungen mit der Frage, wie sie die Wohnsituation ihrer Mitarbeiter in der Marktgemeinde einschätzen und ob sich dies positiv oder negativ auf das Geschäft niederschlägt. Nun liegen Ergebnisse vor.

Fast 10 Prozent haben auf die durch Spenden finanzierte Umfrage reagiert. Mit dieser Quote zeigt sich die Bürgerinitiative insgesamt zufrieden und verweist auf ähnliche Quoten bei privat initiierten Umfragen. Nun stehen die Ergebnisse der Umfrage fest. Insbesondere folgende Antworten nehmen die Marktgemeinde in die Pflicht.

Nur rund ein Fünftel der Befragten schätzt das Wohnungsangebot in Holzkirchen gut ein. Zwischen 70 und 90 Prozent stellen dagegen fest, dass der Wohnraummangel sowohl für die Mitarbeiter als auch für das Unternehmen ein reales Problem ist. 85 Prozent konstatieren, dass Wohnraum in Holzkirchen zu teuer ist. Knapp die Hälfte gibt an, dass aktuell Mitarbeiter auf Wohnraumsuche sind. Gut zwei Drittel der Unternehmen hat unbesetzte Stellen. Der Grund dafür wird neben Fachkräftemangel fehlendem Wohnraum zugeschrieben.

Diese nicht förderliche Situation spiegelt sich insgesamt auch in der Frage nach dem Standort wider: 65 Prozent der Unternehmen sehen Standortnachteile in Holzkirchen, die sie auf die aktuelle Wohnraumsituation zurückführen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass der Mangel an günstigen Mietwohnungen nicht nur für Bürger ein echtes Problem ist. Es ist auch ein Problem für den Wirtschaftsstandort Holzkirchen“, sagt Sebastian Oppermann, Sprecher der Bürgerinitiative, und fordert: „Mit der Maitz, der Tölzer Straße und einigen weiteren privaten Grundstücken gibt es mit entsprechenden Vorgaben genügend Möglichkeiten, eine Offensive für bezahlbaren Wohnraum zu starten. Es müssen nur endlich auch Taten folgen.“

Die Bürgerinitiative „Gemeinsam anders wohnen“ setzt sich seit Jahren für ein neues Wohnprojekt in Holzkirchen ein. Ihr Ziel ist der Bau einer Wohnanlage gemeinsam mit der Maro-Genossenschaft für selbstbestimmtes und nachbarschaftliches Wohnen, die schon mehrere Projekte in der Region realisiert hat.

Weitere Informationen unter www.gemeinsamanderswohnen.de. ksl

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