Clevere Ideen sind gefragt

Holzkirchen vergibt Baugrund in der Maitz für überzeugendstes Wohnkonzept

Ortstermin im Neubaugebiet Maitz in Holzkirchen
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Das Interesse beim Ortstermin im Neubaugebiet Maitz war groß, als Marktbaumeister Florens Hintler (2.v.l.) und Bürgermeister Christoph Schmid (l.) die Grundzüge des Wettbewerbs präsentierten.

Holzkirchen – Die Marktgemeinde Holzkirchen vergibt wertvolles Bauland in der Maitz an das kreativste Konzept. Ein Termin vor Ort hat jüngst gezeigt: Das Interesse ist groß.

Bei der Vergabe eines gemeindeeigenen Baugrunds in der Maitz geht die Marktgemeinde Holzkirchen völlig neue Wege. Nicht das höchste Gebot, sondern die Gruppe, die das überzeugendste Wohnkonzept vorlegt, erhält den Zuschlag für das rund 2.300 Quadratmeter große Grundstück. Die Sieger sollen mittels eines Wettbewerbs ermittelt werden. Der Lokaltermin zeigte trotz miesen Wetters: Das Interesse ist groß.

„Mit der Vergabe des Grundstückes an eine Baugemeinschaft oder ein genossenschaftliches Projekt betreten wir Neuland“, sagte Bürgermeister Christoph Schmid bei der Begrüßung. Das baureife Grundstück ist, wie Schmid feststellte, auf dem freien Markt rund 3 Millionen Euro wert und soll langfristig via Erbpacht zur Verfügung gestellt werden. „Dafür erwarten wir aber auch etwas“, stellte der Rathauschef klar.

Fest steht bis jetzt, wie Marktbaumeister Florens Hintler sagte, dass die bis zu zehn Wohneinheiten mit einer Geschosswohnfläche von etwa 1.000 Quadratmetern in jedem Fall an das Fernwärmenetz der Gemeinde angeschlossen werden müssen. Punkten werden außerdem Mehrgenerationenmodelle und solche, die ökologische und ökonomische Aspekte berücksichtigen. Wobei, wie Schmid sagte, nichts in Stein gemeißelt ist: „Das in seiner Gesamtheit überzeugendste Projekt wird den Zuschlag bekommen, ob mit oder ohne Tiefgarage.“ Wichtig sei es aber, sagte Schmid, dass in erster Linie Holzkirchner einziehen sollen.

Weiter merkte Schmid an, dass das Verfahren noch in einem frühen Stadium ist, weshalb auch der Mietzins noch nicht feststeht. Da der Wettbewerb aber nicht nur viel Geld, sondern auch Zeit kostet, wollte die Gemeinde mit der vorgeschalteten Online-Präsentation und dem Lokaltermin die Bauwerber bereits frühzeitig informieren und mit ins Boot holen. So sollen sich, wie Natalie Schaller vom den Wettbewerb begleitenden Beratungsbüro Stattbau München sagte, Gruppen bereits frühzeitig kennenlernen und vernetzen können. Starten soll die verbindliche Ausschreibung dann nach Schallers Schätzung im ersten Quartal 2021.

Rund 20 Interessenten waren zum Lokaltermin gekommen, um sich aus erster Hand über den aktuellen Stand zum Maitzer Mehrgenerationenhaus informieren zu lassen. Im Dauerregen stellten sich und ihre ersten Ideen drei Gruppen und der junge Holzkirchner Architekt Christoph Fischer dann noch kurz vor. Allen gemein ist, Mitstreiter werden noch gesucht. Wer sich einer der Gruppen anschließen möchte oder selbst noch einen Thinktank für eine Bewerbung gründen möchte, kann sich dazu auf der Internetseite der Gemeinde unter www.holzkirchen.de/maitz informieren. hac

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