Verzehrgutschein der Gemeinde

Holzkirchner Zehner soll die Gastronomie unterstützen

Der Holzkirchner Zehner, den (v.l.) Hans Vogl (Altwirt Großhartpenning), Manfred Papst (Papst Bistro) und Bürgermeister Christoph Schmid präsentieren, soll nicht nur Anreiz zur Unterstützung der heimischen Gastronomie sein, sondern ist auch ein Vertrauensbeweis der Gemeinde, dass die Betriebe die hohen hygienischen Auflagen einhalten.
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Der Holzkirchner Zehner, den (v.l.) Hans Vogl (Altwirt Großhartpenning), Manfred Papst (Papst Bistro) und Bürgermeister Christoph Schmid präsentieren, soll nicht nur Anreiz zur Unterstützung der heimischen Gastronomie sein, sondern ist auch ein Vertrauensbeweis der Gemeinde, dass die Betriebe die hohen hygienischen Auflagen einhalten.

Holzkirchen – Die Idee, die heimische Gastronomie nach dem Corona-Lockdown mittels Verzehrgutscheinen zu unterstützen, ist nicht neu.

Während aber anderswo lange diskutiert wird, hat der Holzkirchner Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung nicht lange gefackelt und Nägel mit Köpfen gemacht. Damit möglichst schnell Geld in die Kassen der wirtschaftlich gebeutelten örtlichen Gastronomie gespült wird, hat das Gremium im Kultur im Oberbräu einstimmig den Holzkirchner Zehner auf den Weg gebracht. Dieser Verzehrgutschein mit einem Wert von 10 Euro basiert auf der Hilfsaktion „Daheim einkaufen“, welche die Standortförderung des Rathauses zu Beginn des Corona-Lockdowns initiiert hat. 

Der Versand soll in der ersten Augustwoche an alle Einwohner mit Erstwohnsitz in Holzkirchen erfolgen. „Von wegen unsere Standortförderung tut nichts, das ist eine sehr gute Idee, die wir rundum begrüßen“, lobte Elisabeth Dasch (SPD) die Standortförderinnen Eva-Maria Schmitz und Elisabeth Zehetmaier. Karl Bär (Grüne) gefiel außerdem die Möglichkeit, dass der Gutschein auch an die Marktgemeinde als Spende zurückgegeben werden kann: „Ich brauche, wie wahrscheinlich viele andere auch, die zehn Euro nicht unbedingt, aber der Holzkirchner Zehner ist ein Anreiz und eine Erinnerung, doch wieder einmal essen zu gehen.“ Tatsächlich kann der Holzkirchner Zehner der Gemeinde auch gespendet werden, das Geld wird dann einem gutem Zweck zugeführt. Der Gutschein muss dazu nur in den Briefkasten am Rathaus eingeworfen werden. Das ist allerdings, so Bürgermeister Christoph Schmid (CSU), nicht ganz im Sinne des Erfinders. „Es wäre schon wichtig, dass das Geld bei unseren Gastronomen ankommt. Und zwar am besten möglichst bald.“ Daher gilt der Gutschein auch nur bis Ende des Jahres. 

Schmid ist überzeugt, „dass der Holzkirchner Zehner die Wertschöpfung bei der Gastronomie um den Faktor 1,5 erhöhen wird und Lust auf einen Restaurantbesuch macht“. Als ein kleines kommunales Rettungspaket und eine gute Nachricht in einer schwierigen Zeit bezeichnete Sebastian Franz (CSU) den Holzkirchner Zehner. Er appellierte: „Rettet unsere Gastrobetriebe.“ Der Holzkirchner Zehner wird jetzt in Postkartenformat gedruckt und dann unverzüglich verschickt. Er kommt im bekannten Layout in grünblau und ist mit einem Kopierschutz versehen. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Gutschein kann aber im eigenen Haushalt innerhalb der Familie übertragen werden. Die teilnehmenden Gaststätten, Cafés, Imbisse, Bäckereien sowie Metzgereien und Caterer erkennt man am Poster im Eingang der jeweiligen Lokalität, außerdem sind sie unter www.holzkirchen.de/daheimeinkaufen/Holzkirchner-Zehner aufgelistet.    hac

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