Antrag im Gemeinderat

Warum es Zank um das Hartpenninger Schulhaus gibt

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Das alte Hartpenninger Schulhaus steht seit Jahren leer und dient nur noch als Lagerstätte. Gerade im Hinblick auf den groß angelegten Umbau der Holzkirchner Mittelschule könnte sich nach Meinung der Freien Wählergemeinschaft eine Sanierung trotzdem rentieren.

Holzkirchen – Die Mittelschule Holzkirchen muss dringend saniert werden und der Unterricht in dieser Zeit weitergehen. Die Freie Wählergemeinschaft hätte eine Idee.

Die Fraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) im Holzkirchner Gemeinderat ist überzeugt, dass die Reaktivierung des alten Hartpenninger Schulhauses die Raumnot beim Umbau der Holzkirchner Mittelschule mindern könnte. Als zu teuer und organisatorisch kaum zu lösen, beschied Bürgermeister Olaf von Löwis in der Oktobersitzung diesen Vorschlag von Hubert Müller (FWG). Das wollte die Fraktion so nicht stehen lassen und beantragte in der jüngsten Sitzung schriftlich, die Kosten für eine Sanierung prüfen zu lassen.

Zurzeit wird das in die Jahre gekommene Hartpenninger Schulhaus als Lagerstätte genutzt. Das soll sich nach den Vorstellungen der FWG ändern. Schon im April hatte Hubert Müller wissen wollen, was eine Sanierung kostet. „Bis heute haben wir darauf keine Antwort bekommen“, monierte Birgit Eibl, Fraktionsvorsitzende der FWG.

Sie und auch Müller sind der festen Überzeugung, dass es günstiger wäre, das alte Gemäuer schultauglich zu sanieren, als noch mehr Container während der Übergangszeit des Umbaus der Mittelschule an der Baumgartenstraße aufzustellen. Den Einwand, dass in Hartpenning auch Sportmöglichkeiten fehlen, ließ Eibl im Oktober nicht gelten: „Als ich dort zur Schule ging, sind wir beispielsweise im Winter in der nahen Loipe langlaufen gegangen. Warum sollte etwas in der Art heute nicht mehr gehen?“

Bürgermeister: "Extreme Anforderungen an ein Schulgebäude"

Derartiges war für Martina Schweighofer (CSU), die selbst an der Mittelschule unterrichtet, unvorstellbar. Sie verwies zudem auf den hohen organisatorischen Aufwand während der Umbauarbeiten, zwei Interimsstandorte zu betreiben. Auch ginge durch den unweigerlich notwendigen Hin- und Hertransport der Schüler, beispielsweise zum Schwimmen nach Holzkirchen, eine Menge Unterrichtszeit verloren.

Als ein finanzielles Fass ohne Boden bezeichnete von Löwis eine schultaugliche Sanierung des Gebäudes: „Ganz zu schweigen vom Brandschutz gelten doch heute an ein Schulgebäude extreme Anforderungen.“ Die FWG überzeugten diese Argumente nicht. Sie verlangt daher, möglichst noch heuer Auskunft zu bekommen, was denn eine schultaugliche Sanierung kosten würde. hac

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