Umfangreiche Kontrollaktion

Holzkirchner Polizei stoppt zahlreiche Raser auf der A8

Polizei im Einsatz
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Holzkirchen/A8 – Bei einer gemeinsamen Kontrollaktion haben die Beamten der Polizeipräsidien München und Oberbayern-Süd zahlreiche Raser und Straßenrennen gestoppt.

Da vermehrt illegale Straßenrennen gefolgt von massiven Beschwerden wegen der Lärmbelästigung festgestellt werden, haben die Beamten der Polizeipräsidien München und Oberbayern-Süd in der Nacht von Samstag auf Sonntag (26. Juli) eine gemeinsame Kontrollaktion durchgeführt.

"Nicht selten dienen in den Abendstunden Tankstellen im Stadtgebiet München als Sammelpunkt für Jugendliche, die ihre PS-starken Fahrzeuge zur Schau stellen", berichtet die Polizei. "Dabei werden die Regeln der Straßenverkehrsordnung oftmals missachtet und die Straßen im Stadtgebiet sowie Abschnitte der angrenzenden Autobahnen als Rennstrecken missbraucht."

Allein als die Beamten der Autobahnpolizeistation Holzkirchen auf der A8 die Geschwindigkeit überwachten, führte dies zu 71 Anzeigen wegen Verkehrsordnungswidrigkeiten. "Ersten Auswertungen zufolge müssen 38 Verkehrsteilnehmer zum Teil mit mehrmonatigen Fahrverboten rechnen", lautet das Fazit.

Die gemessene Höchstgeschwindigkeit lag bei nachts geltendem Tempo 80 bei 210 km/h. Oftmals fuhren Verkehrsteilnehmer doppelt so schnell wie erlaubt.

"Aber auch innerorts werden die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet. Insbesondere dann, wenn sich Jugendliche an Ampelkreuzungen gegenseitig zu Rennen animieren", heißt es weiter. "Die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer wird dabei billigend in Kauf genommen."

So konnte auch in der Kontrollnacht eine zivile Video-Streife der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim ein Rennen zwischen einem hoch motorisierten BMW und PS-starken Audi im Stadtgebiet München aufzeichnen. Dabei wurden innerorts Geschwindigkeiten von über 120 km/h erreicht. Selbst Baustellenbereiche, in denen die Fahrzeuge durch Bodenwellen nahezu ausgehoben wurden, führten nicht dazu, die gefahrenen Geschwindigkeiten zu vermindern. Der Fahrer des Audi konnte durch die Rosenheimer Streife gestellt werden.

Illegale Autorennen werden durch das Strafgesetzbuch sanktioniert. Der Führerschein des erst 19 Jahre alten Fahrers aus München wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sofort beschlagnahmt. Auch der hochpreisige Audi wurde als Tatmittel sichergestellt. Der Fahrer des zweiten Fahrzeugs konnte sich der Kontrolle entziehen. Die Ermittlungen dauern an.

Aber auch bauliche Veränderungen an den kontrollierten Fahrzeugen wurden beanstandet. So führten beispielsweise ein ausgetauschter Luftfilter und das Verbauen nicht zulässiger Fußrasten an einem Motorrad zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Auch abgefahrene Reifen wurden sanktioniert.

Insgesamt wurden in der Nacht 137 Fahrzeuge einer Kontrolle unterzogen. Zwei Fahrzeugführer müssen sich zudem wegen Trunkenheit im Verkehr verantworten. Ein Fahrer stand unter Einfluss von Drogen. Der andere hatte vor Fahrtantritt nachweislich zu viel Alkohol getrunken. ksl

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