Holzkirchen: Meridian verspricht ab Februar verbesserte Zugverbindungen

Mehr Flirts im Einsatz

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Freuen sich, dass der Betrieb inzwischen stabil läuft (v.l.): Stefan Sachmann (Eisenbahn-Betriebsleiter), Jürgen Wrba, Dirk Bartels und Kai Müller-Eberstein.

Holzkirchen – Aller Anfang ist schwer. Der Meridian – eine Marke der Bayerischen Oberland Bahn GmbH (BOB) – hatte beim Start Mitte Dezember seine Probleme.

Statt der vorgesehen 20 nagelneuen Triebzüge des Typs „Flirt“ standen nur sechs zur Verfügung. Damit es überhaupt losgehen konnte, mussten teilweise störanfällige Altfahrzeuge eingesetzt werden. Dabei kam es insbesondere in den ersten Tagen nach der Betriebsaufnahme zu Verspätungen und einigen Zugausfällen. Was wiederum zu heftiger Kritik führte. Mittlerweile hat sich jedoch die Situation deutlich entspannt. „Unser Betrieb läuft inzwischen stabil“, betonte BOB-Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein beim Pressegespräch vergangenen Freitag und hob hervor, dass die Pünktlichkeitsquote der Züge seit Ende 2013 durchschnittlich bei knapp 95 Prozent liege. „Das ist im Regionalverkehr landesweit ein sehr guter Wert“, sagte Müller-Eberstein. Wie Dirk Bartels, Geschäftsführer der Veolia Verkehr GmbH – zu ihr gehört die BOB – erläuterte, handle es sich bei den Flirts um Einzelanfertigungen und jedes Fahrzeug benötige eine eigene Geneh- migung. „Wir als Betreiber haben keinen Einfluss auf das Zulassungsprozedere“, begründete Bartels die Startschwierigkeiten. Ein besonderes Anliegen war es dem Veolia-Verkehrschef, den unermüdlichen Einsatz der Meridian-Belegschaft, die ständiger Kritik ausgesetzt war, gebührend zu loben: „Unsere Kollegen haben fast rund um die Uhr bis zur Erschöpfung gearbeitet.“ Jürgen Wrba, Teamleiter der Fahrgastbetreuer, merkte an, dass für den Meridian 60 neue Fahrgastbetreuer eingestellt wurden. „Die Leute kamen aus den unterschiedlichsten Berufen“, erklärte Wrba. Sie seien zwar für ihre neue Tätigkeit intensiv geschult worden, „den Stress der ersten Tage, den kann man aber nicht üben“, machte Betriebsrats-Vorsitzender Bernhard Kessel deutlich. Was den Betrieb weiterer moderner Züge angeht, so darf sich der Fahrgast schon mal den 3. Februar auf dem Terminkalender anstreichen. Ab diesem Zeitpunkt wird nämlich die einsatzfähige Zahl der Flirts im Netz des Meridian auf 15 anwachsen. Bis Ende des Frühjahrs soll schließlich die Flotte mit insgesamt 35 bestellten Neufahrzeugen komplett sein. Wie Müller-Eberstein ankündigte, gelten für den Regionalverkehr auf den Strecken vom Münchner Hauptbahnhof über Rosenheim nach Salzburg und weiter nach Kufstein ab dem kommenden Montag neue Fahrpläne. „Unsere Fahrgäste dürfen sich auf zusätzliche Verbindungen freuen“, sagte der BOB-Geschäftsführer und kündigte eine deutliche Erhöhung der Kapazitäten an. rei

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