Polizei im Einsatz

Holzkirchner (81) fährt mit Auto gegen BRB-Zug – der fährt erstmal weiter

Polizeiauto
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Die Polizei im Einsatz.

Holzkirchen – Ein 81-Jähriger ist am Donnerstag am Bahnübergang Tegernseer Straße in Holzkirchen mit seinem Mercedes gegen einen Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB) geprallt.

Am Donnerstag (21. Januar), gegen 14.30 Uhr, fuhr ein 81-jähriger Holzkirchner mit seinem Mercedes auf der Tegernseer Straße in Holzkirchen in Richtung Lochham. Als er den Bahnübergang am Ortsausgang passieren wollte, fuhr er ungebremst in einen bereits vorbeifahrenden Zug der Bayerischen Regiobahn (BRB), der in Richtung Warngau unterwegs war.

„Der Zugführer bekam den Zusammenstoß nicht mit, sodass er erst am Bahnhof Schaftlach durch eine Mitteilung der BRB zum Anhalten informiert wurde“, teilt die Polizei mit. Am Mercedes entstand erheblicher Sachschaden im Frontbereich in Höhe von mehreren 1.000 Euro. Es handelt sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden. Der Autofahrer blieb unverletzt.

An der Bayerischen Regiobahn entstand ebenso ein erheblicher Sachschaden, da eventuell das Triebfahrzeug an der Seite beschädigt wurde. Dies müsse jedoch noch näher abgeklärt werden.

Warum der Autofahrer nicht vor der Schrankenanlage stehen blieb, ist bislang unklar. Die Polizei Holzkirchen ermittelt gegen den Mercedes-Fahrer. Weiterhin sei zu klären, ob die Signalanlage und die Bahnschranke ordnungsgemäß funktionierten.

Diesbezüglich werden Zeugen zum Unfallhergang befragt. Wer ebenfalls Zeuge war, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Holzkirchen unter Telefon 08024 /90740 zu melden.

Mutmaßliche Schleusung auf A8 bei Weyarn gestoppt

Die Rosenheimer Bundespolizei hat zudem am Donnerstag (21. Januar) Ermittlungen wegen Schleuserei gegen einen syrischen Staatsangehörigen aufgenommen. Er wird beschuldigt, zwei Landsleute von Österreich aus illegal nach Deutschland gebracht zu haben.

In den Nachmittagsstunden stoppte die bayerische Landespolizei auf der Autobahn A8 bei Weyarn ein Auto mit deutschen Kennzeichen. Der Fahrer, der ursprünglich aus Syrien stammt, wies sich mit einer deutschen Aufenthaltserlaubnis und seinem Führerschein aus. Er gab an, auf dem Weg zu seinem Wohnort in Berlin zu sein.

Seine beiden Mitfahrer – ein 25-Jähriger und seine 22 Jahre alte Ehefrau – konnten jedoch keine Papiere für den geplanten Aufenthalt in Deutschland vorlegen. „Offenbar handelt es sich um syrische Verwandte des Fahrzeugführers“, erklärt die Polizei.

Alle drei wurden zu der für Schleusungsdelikte zuständigen Bundespolizeiinspektion nach Rosenheim gebracht. Dort äußerten die Geschleusten, dass ihnen in ihrer Heimat der Tod drohe. Das Pärchen ersuchte für sich und sein ungeborenes Kind um Schutz in Deutschland. „Sie wurden an die zuständige Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet“, teilt die Polizei mit. „Den 29-jährigen Fahrer erwartet voraussichtlich ein Strafverfahren wegen Einschleusens von Ausländern.“ ksl

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