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Holzkirchner „Net-Piloten“ erhalten Zertifikate / Tipps für sicheres Chatten und Surfen

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Das sind die neuen Net-Piloten: (v.l.) Leandra Möller, Nicole Hausmann, Susanne Hildebrand, Annika Kolle, Franziska Leuchtner, Christine Hinterberger, Dominik Suttner, Sarah Gierl, Benedikt Rauscher und Christina Zimmerling. Nicht auf dem Bild ist Milo Hörner.

Holzkirchen – Die heutige Kinder-Generation wächst völlig selbstverständlich mit Smartphone und Tablet auf. Doch die allzeit präsenten technischen Helferlein bergen auch ein nicht zu unterschätzendes Suchtrisiko. Und wer könnte Kinder und Jugendliche auf solche Gefahren besser aufmerksam machen als Gleichaltrige? Das sollen künftig die „Net-Piloten“ erreichen. Das Projekt wurde heuer erstmals im Landkreis angeboten. Jüngst erhielten die Teilnehmer an der Oberland-Realschule in Holzkirchen ihre Zertifikate.

Die Kinder spielen, streamen Musik und Filme, sie tauschen sich mit Freunden über „Soziale Netzwerke“ aus und chatten. Die Welt der digitalen Medien ist groß, bunt, vielseitig und bindet einen großen Teil der Lebenszeit. „Kein Wunder also, wenn sich Eltern und Schule immer mehr darum sorgen, dass Kinder und Jugendliche auch noch über genug sogenannte „quality time“ verfügen – wertvolle Zeit, in der man abschaltet, genießt, seinen Hobbys nachkommt, mit der Familie beisammen ist und mit echten Freunden etwas unternimmt“, erklärt das Landratsamt. Die „Net-Piloten“ sollen darauf hinweisen. Ziel des Projekts ist, dass sich Schüler gegenseitig Wissen vermitteln. In rund 20 Stunden lernten die „Net-Piloten“ aus der achten Klasse der Oberland-Realschule, welche Gefahren im Netz lauern und welche Faszination von neuen Medien ausgeht. Gut ausgerüstet mit neuem Wissen und medienpädagogischen Methoden durften die Net-Piloten ihre Erkenntnisse an die Schüler der fünften Klassen weitergeben. „Der Mehrwert für die Fünft-

klässler liegt auf der Hand. Sie lernen von den großen Mitschülern, die sie von der Ferne manchmal um ihr Alter beneiden oder auch anhimmeln“, erklärt das Landratsamt. „Das Projekt macht deutlich, dass es nicht nur entscheidend ist zu wissen, wie man ein Gerät bedient. Es kommt vor allem darauf an, sich beim Surfen, Chatten und Spielen selbst schützen zu können, Regeln einzuhalten und das Gesetz zu kennen.“ In den Diskussionen mit den fünften Klassen ging es um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Internetplattformen, um Altersfreigaben, Mobbing und sexuelle Inhalte beim Chatten.

Betreut wird das Projekt von Jessica Kreiser und Tini Borkowski, Sozialpädagoginnen des Fachbereichs Gesundheit, Betreuung und Senioren am Landratsamt Miesbach. „Es fördert viele Schlüsselkompetenzen, auf welche die Schüler im Leben aufbauen können. Ohne erhobenen Zeigefinger geht es darum, Freizeit ausgewogen zu gestalten, einen selbstverantwortlichen Umgang mit Smartphones, Tablets und Konsolen zu erlernen“, erklärt das Landratsamt. Weitere Infos zum Projekt gibt es hier. she

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