Für das Hotel Bussi Baby

Ehemaliger Kirchenwirt: Brandschutz und Antrag für Personalwohnungen

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In dem langgestreckten Anbau des Bad Wiesseer Hofes sollen Personalzimmer entstehen. Die geplante Namensänderung des Komplexes in Bussi Baby wird wohl nicht nur von den Besuchern von St. Anton mit Argwohn gesehen.

Bad Wiessee – Der als Kirchenwirt bekannte ehemalige Bad Wiesseer Hof gehört seit Dezember vergangenen Jahres Korbinian Kohler, der auch das Bachmair Weissach betreibt. Für mehr Schlagzeilen als der Besitzerwechsel sorgte fast schon Kohlers Idee, das Hotel künftig Bussi Baby zu nennen. Das neue Haus soll 160 Betten in 45 Zimmern und einem „High-End-Bettenlager“ bieten. Bis zur Eröffnung ist aber noch viel zu tun. In seiner jüngsten öffentlichen Sitzung musste der Wiesseer Bauausschuss deshalb erst einmal über Brandschutzmaßnahmen und die Umwidmung von Gäste- in Personalzimmer abstimmen.

Bauamtsleiter Helmut Köckeis kündigte dann auch nichts Spektakuläres an: „Wer jetzt was Sensationelles erwartet, wird leider enttäuscht. Bei dem Antrag handelt es sich um einen simplen Vorgang.“ Wie Köckeis erklärte, sind wegen Mängeln im Brandschutz die zwei Obergeschosse des Hotels stillgelegt. „Das erfordert umfangreiche und enorme Nachrüstungen, die in dem Antrag genau und ausführlich aufgeführt sind“, ersparte Köckeis den Räten aber weitere Details.

Des Weiteren beinhaltete der Antrag, die Zimmer im Zwischen- und Anbau von Gäste- in Personalunterkünfte umzuwidmen. Wie Köckeis erklärte, sind diese Zimmer auf Grund ihrer Ausstattung derzeit ohnehin nicht vermietbar, aber mit relativ einfachen Mitteln als Personalwohnungen durchaus auf Vordermann zu bringen. Gelten soll das für einen Übergangszeitraum von vier bis fünf Jahren. Danach sollen eventuell weitere größere Umbaumaßnahmen gestartet werden.

Da Tourismus und Hotelangestellte ja zusammengehören und es gut ist, „wenn das Personal nicht noch weiß Gott wohin mit dem Auto durch die Gegend fahren muss“, empfahl Köckeis der Nutzungsänderung stattzugeben. Zu bedenken gab Bernd Kuntze-Fechner (SPD) noch, dass die Umwidmung von der Sache her durchaus nachvollziehbar ist, die touristische Nutzung des Komplexes als Sondergebiet Hotel davon aber unangetastet bleiben muss. Mit einstimmigem Beschluss gab der Ausschuss dem Antrag dann statt.

hac

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