Schwierige Lage

Hühnerhof Schliersee soll um 14 Ferienwohnungen erweitert werden

Hühnerhof in Schliersee soll um 14 Ferienwohnungen erweitert werden.
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Auf dieser Wiese parallel zur Schlierach möchte die Familie Hinterseer ihren Hühnerhof in Schliersee um 14 Ferienwohnungen erweitern.

Schliersee – Die Betreiber des Hühnerhofs Schliersee wollen Ferienwohnungen errichten. Doch der Bauausschuss sieht dabei Probleme.

Die Familie Hinterseer möchte auf ihrem Hühnerhof in Schliersee in Müller in der Mühl 14 Ferienwohnungen errichten. Dazu stellte sie in der jüngsten Sitzung des Schlierseer Bauausschusses eine formlose Voranfrage.

2018 hat die Familie den Geflügelhof gebaut und mit 500 Hühnern angefangen. Inzwischen besitzen die Brüder Joseph und Marinus Hinterseer rund 1.000 Hühner und betreiben dazu ein Almcafé mit Hofladen. Nun soll die Erweiterung fortgesetzt werden: mit 14 Ferienwohnungen. Das Gebäude parallel zur Schlierach soll 28x14 Meter groß werden bei einer Wandhöhe von 6,35 Meter. Zusätzlich soll ein Nebengebäude als Ski- und Fahrradschuppen mit 8x3 Metern errichtet werden. Außerdem sind 14 Stellplätze für die Gäste geplant, so die Pläne.

Das Vorhaben falle laut dem Amt für Ernährung und Forsten nicht unter eine privilegierte Nutzung. Auch ein Wohncharakter der umliegenden Bebauung kann nicht festgestellt werden. „Mit der Außenbereichssatzung regeln kann man das Vorhaben nicht“, sagte Bauamtsleiterin Birgit Kienast im Schlierseer Bauausschuss. Das Grundstück liegt im Außenbereich und teilweise im Landschaftsschutzgebiet mit einem Biotop. Durch die Nähe zur Schlierach befindet es sich zusätzlich im Überschwemmungsgebiet.

Die Verwaltung hatte bei der Regierung angefragt, ob das Anbindegebot zum Tragen kommt. Dieses regelt, wo im ländlichen Raum Flächen zur Bebauung ausgewiesen werden dürfen. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer möchte auf keinen Fall, dass der Charakter des Ortseingangs von Schliersee verändert wird. Grundsätzlich habe er aber nichts gegen die Ferienwohnungen.

Einfach werde es sicher nicht, die rechtlichen Hürden zu überwinden. Die einzige Möglichkeit wäre ein Bebauungsplan. „Aber wir müssen auf die Antwort von der Regierung warten“, sagte Schnitzenbaumer. Die Bauausschussmitglieder einigten sich darauf, die Anfrage solange zu vertagen. jw

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