IHK-Regionalausschuss Miesbach: Vorstellung der Kernthemen bis 2021

Hilfe für aktive Unternehmer

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Petra Reindl, Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Miesbach und IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Jahnsen stellten die künftigen Schwerpunkte vor.

Hausham/Landkreis – Der IHK-Regionalausschuss des Landkreises hat am Dienstag vergangener Woche die Themenplanung für die Wahlperiode bis 2021 vorgestellt.

Im vergangenen Jahr hat der neugebildete IHK-Regionalausschuss des Landkreises unter Vorsitz von Sixtus-Geschäftsführerin Petra Reindl seine Arbeit aufgenommen (wir haben berichtet). „Es war die richtige Entscheidung, den bisherigen Regionalausschuss Miesbach/Bad Tölz-Wolfratshausen aufzusplitten“, schließlich gebe es innerhalb eines Kreises die gleichen Ansprechpartner, sagte der Rosenheimer IHK-Geschäftsstellenleiter Wolfgang Jahnsen  beim Gespräch in den Sixtus-Werken.

Ausbildung, Digitalisierung, Bürokratieabbau und Standortentwicklung sind als wichtige Themengebiete in der Wahlperiode bis 2021 bereits ausgemacht. Grundlage bietet eine Standortumfrage aus dem Jahr 2015. „Wir wollen der IHK einen anderen Stand geben“, erklärte Petra Reindl. „Wir wollen zeigen, was sie leisten kann.“ Ein breites Angebot sei aber nur die eine Seite der Medaille. Die Unternehmer müssen diese Möglichkeiten auch annehmen – Holschuld lautet das Zauberwort. Trotz der attraktiven Lage fehlen dem Landkreis derzeit viele Fachkräfte, führte Reindl weiter. „Es ist uns ein Anliegen, Lösungen anzubieten.“ Entlastung könnte zum Beispiel die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt bringen. Damit diese leichter gelingt, stellt die IHK für München und Oberbayern 5 Millionen Euro für berufs- und ausbildungsbegleitende Sprachkurse zur Verfügung, eigene Integrationsberater unterstützen zudem die Unternehmen. Ein Erfolg sei freilich nicht über Nacht zu erwarten. „Geduld sowie klare und einfache Richtlinien seitens des Arbeitgebers sind wichtig“, sagte Reindl. Auch das Gebiet Berufsorientierung an den Schulen sei essentiell. Gute Ansätze bieten die SMG-Ausbildungstour, die die IHK unterstützt, sowie der „Ausbilungstag“. Der Regionalausschuss werde in einer kommenden Sitzung darüber beraten, welche weiteren Initiativen sinnvoll seien, kündigte Reindl an.

Ebenfalls wichtig für das Vorankommen der heimischen Unternehmen sei der Breitbandausbau. Ziel sind flächendeckende Netzgeschwindigkeiten von 100Mbit/s. „Die Politik versorgt zuerst die Wohngebiete“, schließlich wohnen dort die Wähler, sagte Jahnsen. „Die Unternehmer werden gern mal vergessen, sie müssen darauf schauen.“ Wichtig sei auch die Beratung zum im vergangenen Jahr von der Staatsregierung beschlossenen Förderprogramm „Digitalbonus Bayern, erklärte Reindl. Damit erhalten kleine und mittelständische Unternehmen schnelle Hilfe bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Zum Programm sind ebenfalls Infoveranstaltungen geplant.

Eine „Sisyphusarbeit“ liege laut Reindl beim geplanten Bürokratieabbau vor IHK und Unternehmern. Gemeint ist aber nicht der Abbau der eigenen Bürokratie, sondern das Aufzeigen von „schwergängigen Stellen“ bei Ämtern und Behörden. Besonders bei den Themen Brandschutz und Baurecht stoßen Unternehmer immer wieder auf Hindernisse. Sie sollen sich in Zukunft an ihre IHK-Geschäftsstellen wenden. „Man muss dann schauen, ob, und wenn ja, in welchem Fall wir helfen können“, sagte Jahnsen.

she

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