Zelten verboten

Vermehrt illegale Biwaks im Mangfallgebirge: Landratsamt droht mit Strafen

Immer mehr Besucher zelten illegal im Mangfallgebirge, obwohl das im Landschaftsschutzgebiet verboten ist. So können sie zum Teil auch dem Rückreiseverkehr aus dem Weg gehen.
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Immer mehr Besucher zelten illegal im Mangfallgebirge, obwohl das im Landschaftsschutzgebiet verboten ist. So können sie zum Teil auch dem Rückreiseverkehr aus dem Weg gehen.

Landkreis – Immer mehr Besucher schlagen ihre Zelte in der freien Natur des Mangfallgebirges auf. Gebietsbetreuer Florian Bossert appelliert an die Vernunft.

In den vergangenen Wochen ist vermehrt gemeldet und beobachtet worden, dass Besucher im Mangfallgebirge biwaken. Daher weist das Landrats­amt erneut ausdrücklich darauf hin, dass das Zelten und Biwakieren außerhalb zugelassener Zeltplätze verboten ist.

In den elf Landschaftsschutzgebieten des Landkreises Miesbach ist das Verbot sowieso von den Schutzverordnungen umfasst. Auch außerhalb der Schutzgebiete ist das Übernachten in der Natur nicht vom freien Betretungsrecht abgedeckt und setzt das Einverständnis des Eigentümers zwingend voraus. Grill- und Lagerfeuer bedürfen ebenfalls der Zustimmung des Grundeigentümers und sind in einer Entfernung von weniger als 100 Meter zum Wald verboten aufgrund der Waldbrandgefahr.

Florian Bossert, Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge beim Landratsamt in Miesbach, appelliert an Wildcamper, das Verbot im Landschaftsschutzgebiet zu akzeptieren.

Der Gebietsbetreuer für das Mangfallgebirge, Florian Bossert, appelliert unabhängig von allen Verboten an die Rücksicht der Naturnutzer: „Aktuell ist die Kükenzeit der Raufußhühner. Diese brauchen zumindest die ruhigen Dämmerungsstunden zur Nahrungsaufnahme, da die Tage urlaubsbedingt sehr frequentiert sind. Daher bitte Dämmerungs- und Nachtaktivitäten in der freien Natur vermeiden. Um den Eltern und ihren Jungen die Chance auf eine ruhige Kinderstube zu gewähren, bitte auch tagsüber auf den ausgeschilderten Wegen bleiben und Hunde anleinen.“

Sollten Aufklärungsversuche und Appelle nicht den erhofften Erfolg bringen, behalten sich die Behörden vor, die Verstöße zu ahnden, teilt Sprecherin Sophie-Marie Stadler vom Landratsamt mit. ksl

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