Ilse Aigner spricht bei CSU-Neujahrsempfang in Wildbad Kreuth

Der Blick in die Zukunft

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Beim CSU-Neujahrsempfang in Wildbad Kreuth: (v.l.) Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Josef Bierschneider, Bundestagsabgeordneter Alexander Radwan, Dekan Monsignore Walter Waldschütz, Angelika Niebler, Josef Bichler und Landrat Jakob Kreidl.

Kreuth – Topfit und bestens informiert hielt die Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, beim CSU-Neujahrsempfang vor kurzem in Wildbad Kreuth ihren Vortrag.

Bestens gelaunt stand sie auf der Bühne vor den rund 1000 geladenen Gästen im Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung, obwohl sie abends zuvor beim Deutschen Filmball als stellvertretende Ministerpräsidentin Horst Seehofer noch vertreten hatte. Mit viel Charme zog die Ministerin 45 Minuten lang die Besucher in ihren Bann. „Meine neuen Aufgaben haben es in sich“, bekannte die 48-Jährige und verkündete stolz, dass 70 Prozent der berechtigten Bürger das Kinder-Betreuungsgeld in Anspruch nehmen. Dies, obwohl Bayern dafür in der deutschen Politik stark kritisiert wurde. Wirtschaftlich stünde Bayern zwar blendend da, doch könne man die Augen vor den aktuellen Zahlen nicht verschließen: „Von den rund 500 Millionen Europäern leben in Deutschland 80 Millionen Einwohner, davon 12,5 in Bayern. Wir tragen aber 25 Prozent der Wirtschaftsleistung und 50 Prozent der Sozialaufgaben in Europa“. Detailliert ging Aigner auf die Leitlinien der drei „I“s ein: Innovation, Investition und Internationale Wettbewerbstätigkeit. „Auch wenn viele DAX- Konzerne in Bayern ansässig sind, leben wir hier nicht auf einer Insel“, warnte die Ministerin. Es dürfe nicht vergessen werden, dass 85 Prozent der Mittelstandsfirmen die Jugend ausbilden. „Unser größter Schatz ist die Vielfältigkeit unserer Bildungs-Systeme“, ist Aig-ner überzeugt. Die gelernte Elektrotechnikerin nahm zum Thema Energiewende ebenso Stellung wie zu den umstrittenen Windrädern. „Wer die Windräder vor der Nase hat, sieht das anders als der, der sie baut“, zeigte Aigner Verständnis. Deshalb müsse der entsprechende Abstand zu einer Wohn- bebauung eingehalten werden. Die bevorstehende Kommunalwahl bestimmte ebenso den Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes in Kreuth. Zum Dauerthema Wasser hatte zuvor Landrat Jakob Kreidl in seiner Begrüßungsrede klar Stellung bezogen: „Seit 100 Jahren bekommt die Stadt München ohne Bezahlung 80 Prozent des Wassers aus unserer Region. Ich frage mich schon, warum soll dieses Schutzgebiet erweitert werden?“. Die Antwort gab sich Kreidl gleich selbst: „Wir lassen uns das nicht gefallen und ich werde mich weiterhin schützend vor unsere Bürger stellen“. Als Zukunftsprojekt nannte Kreidl eine Ringbahn um den Tegernsee. Selbstbewusst resümierte Kreidl, dass in seiner Amtszeit während der vergangenen sechs Jahre so viel erreicht wurde wie in keiner der vorangegangenen Wahlperioden. „Und das möchte ich mit Ihrer Hilfe gerne weiter führen“, rief Kreidl in den Saal. Leidenschaftliche Unterstützung erhielt er dabei von Ministerin Aigner: „Jakob Kreidl hat das Wissen und Können, den Landkreis auch die nächste Legislaturperiode bestens zu führen“. Kreidl sei „ohne Zweifel der Beste aller zur Verfügung stehenden Kandidaten“, ist sich Aigner sicher. Dennoch räumte Kreidl vergangene Fehler ein, für die er sich auch reumütig entschuldigte. Moralische Unterstützung erhielt der amtierende Landrat von der anwesenden Europa-Abgeordneten Angelika Niebler, dem CSU-Bundesminister Alexander Radwan sowie von Bezirksrat Josef Bichler. iv

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