Weltdesign im Landkreis

Innovation und Kreativität: Veranstaltungen zur MCBW bei Gmund Papier

+
Freuen sich auf die beiden Events im Rahmen der MCBW (v.l.): Alexa Steinke (Gmund Papier), Christoph Böninger, Andreas Roß, SMG-Chef Alexander Schmid, Florian Kohler und Regionalmanagerin Ingrid Wildemann-Dominguez (nicht im Bild).

Gmund – Bereits zum dritten Mal ist der Landkreis Miesbach Regionalpartner der Munich Creative Business Week (MCBW). Im Rahmen dieser bundesweit größten Designmesse finden demnächst in den Räumen von Gmund Papier zwei ineinander übergehende Events statt. Bei einem Pressegespräch im Fabrikrestaurant „Mangfallblau“ wurden die beiden Veranstaltungen vorgestellt.

Von Mittwoch, 13., bis Freitag, 15. März, steht ein Hearing der iF Design Foundation auf dem Programm. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wie die Designausbildung in Zukunft aussehen soll. Dazu diskutieren Wirtschaftsexperten sowie Vertreter von Universitäten und Non Governmental Organisations (NGOs). Bei letzteren handelt es sich um private, unabhängige, nicht gewinnorientierte Organisationen, die soziale oder gesellschaftspolitische Zwecke verfolgen. „Design oder Innovation findet heute nicht mehr im stillen Kämmerlein statt, sondern im Dialog“, sagte Christoph Böninger, Vorstandsvorsitzender der in Hannover beheimateten Stiftung, und erklärte, dass das besagte Hearing das erste von insgesamt zehn sei, die rund um den Globus stattfänden. „Ende 2019 werden dann die Erkenntnisse aller internationaler Hearings sowie einer Abschlusskonferenz in einem Weißbuch zusammengefasst und veröffentlicht“, ließ Böninger wissen.

Nach dem abschließenden Gong zum ersten Event geht das Testprojekt „Pop Up Innovationshub“ der Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach mbH (SMG) und des WirtschaftsForums Oberland e.V. (WFO) an den Start. Hierzu lädt Servus Zukunft, die gemeinsame Initiative der beiden Wirtschaftsförderungen, am 15. und 16. März Unternehmer, kreative Gestalter und vorausschauende Macher zu über 50 Veranstaltungen in die Fabrikhallen von Gmund Papier ein. Dort erwartet die Besucher ein Festival aus Workshops, Vorträgen und Panels. „Durch die Digitalisierung und Globalisierung verändern sich Produkte, Konzepte und Arbeitsweisen, die eben noch als beständig galten, rasend schnell“, erklärte Ingrid Wildemann-Dominguez, Regionalmanagerin der SMG und Projektleiterin von Servus Zukunft. Auch die Unternehmen im Oberland seien mit diesem Wandel konfrontiert. Deshalb eröffne die Initiative Servus Zukunft ein temporäres Innovationshub, das Prototyp, Plattform, Schnittstelle und Labor in einem sei. Ziel sei es, Impulse zu setzen und intensiven Wissensaustausch zu ermöglichen. „Wir sind gespannt, wie unser Experiment Pop Up Innovationshub ankommt“, begründete Wildemann-Dominguez den Entschluss zu dem Testprojekt.

SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid stellte fest, dass heutzutage Innovationsfähigkeit und Kreativität zu den gefragtesten Kompetenzen gehörten und in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen werden. „Gemeinsam und über die Landkreisgrenzen hinweg wollen wir daran arbeiten, den Unternehmen, Querdenkern und Kreativen im Oberland die Chancen und Perspektiven zu eröffnen, die zu deren langfristigem Erfolg beitragen.“

Durch das Zusammenlegen vorhandener Ressourcen könne fürs Oberland viel erreicht werden, führte WFO-Vorstand Andreas Roß an. Das Festival sei genau das Richtige, um „kreative Köpfe“ zusammenzubringen. „Wir freuen uns sehr, erneut Gastgeber und Partner der MCBW-Veranstaltung der SMG zu sein. Das verdeutlicht unseren kreativen Stellenwert als Designhub im Landkreis und trägt ihn weiter nach außen“, hob Florian Kohler, Firmeninhaber und Geschäftsführer von Gmund Papier, beim Pressetermin hervor. Gmund Papier stehe nicht nur für die ökologische Herstellung einzigartiger Kommunikationsmedien aus Naturpapier, sondern auch für Innovation und Kreativität. „Tatsächlich kommen die führenden Designmarken der Welt zu uns nach Gmund, weil hier Weltdesign entwickelt wird“, berichtete Kohler und fuhr erläuternd fort: „Wir entwickeln mit und für Marken die ästhetische Zukunft.“ In diesem Zusammenhang brachte Kohler die Sprache auf den „Gmund Campus“ und erklärte dessen drei Leitrichtungen. Zum einen gehe es darum, dass jährlich rund 2000 Spitzendesigner der Welt zu Workshops und Creativ Sessions nach Gmund kämen. Der zweite Punkt sei die Ehrung der Designer. Kohler: „Es gibt den ‚Gmund Award‘, wo die besten Graphic Designs Europas von einer Fachjury prämiert werden.“ Der dritte Bereich sei das Designer Netzwerken. „Wir haben das ‚Gmund Unfolded‘ ins Leben gerufen, welches letztes Jahr aus dem Stand Europas größter Analog-Design-Kongress wurde“, zeigte Kohler weiter auf. rei

Auch interessant

Meistgelesen

Schliersee tritt über die Ufer
Schliersee tritt über die Ufer
Viel Programm und Unterhaltung geboten - auf geht´s zum Volksfestplatz!
Viel Programm und Unterhaltung geboten - auf geht´s zum Volksfestplatz!
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
250 fesche Madln haben sich bereits beworben. Ist deine Favoritin schon dabei?
Hochwasser am Tegernsee
Hochwasser am Tegernsee

Kommentare