„Es lief ganz gut für mich“

Interview mit „Leni“ Schmotz über ihre Verletzung, Erfolge und Freizeit

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Leni Schmotz genießt zuhause die Aussicht auf die Berge, und die Ski sind schon wieder griffbereit.

Fischbachau – Die alpine Skisaison ist beendet, für die Rennläufer bedeutet das ein paar Tage Ruhe. Die geneißt derzeit auch Marlene „Leni“ Schmotz. Sie hat sich nach ihrer Silbermedaille bei der Junioren-WM 2017 zwischenzeitlich auch im Weltcup etabliert, und die Leistungskurve zeigt stetig nach oben. Unser Mitarbieter Willi Halletz hat die sympathische Sportlerin auf dem elterlichen Hof in Fischbachau besucht, wo sie sich in traumhafter Lage für ein paar Wochen ausruhen kann, um dann in die Sommervorbereitung zu starten.

Servus Leni, wie ist es dir denn nach der Kreuzbandverletzung 2017?

Schmotz: „Das war schon heftig, denn ich habe die gesamte Saison verpasst. Gott sei Dank konnte ich die gesamte Vorbereitung auf die Saison 18/19 bestreiten. Das verlorene Jahr habe ich aber schon gemerkt, doch mit viel Geduld und viel Fleiß kam auch der Spaß am Skifahren bald zurück. Es lief ganz gut für mich und wichtig ist, dass ich kein Probleme mehr habe und der Kopf mitspielt.“

Wie zufrieden warst du denn mit Deiner Saison?

Schmotz: „Wenn mir einer den Saisonverlauf prophezeit hätte, dann hätte ich das sofort unterschrieben. Es war eigentlich die beste Saison im Damenbereich, denn in meinen Disziplinen Slalom und Riesenslalom lief es Rennen für Rennen immer besser. Ich habe mir in einigen Europacup-Rennen die nötigen Punkte geholt, um bei den Weltcups bessere Startnummern zu bekommen. So fuhr ich beim Europacup in Melchsee/Schweiz, im Slalom auf die Plätze eins und zwei. Im Riesenslalom in Jasna/Slowenien wurde ich Zweite und beim Europacup in Folgeria/Italien sammelte ich mit Platz vier auch wichtige Punkte.“

Und wie haben sich die Punkte aus dem Europacup ausgewirkt?

Schmotz: „Im Slalom und Riesenslalom habe ich mir im Weltcup die Startplätze zwischen 34 und 40 gesichert. Dann geht es zunächst darum, in diesen Rennen im ersten Lauf unter die Top 30 zu fahren, um sich für den nächsten Durchgang zu qualifizieren. Es zählt jeder einzelne Punkt und so kann man sich bessere Startnummern sichern.“

Was waren deine größten Erfolge in diesem Winter im Weltcup?

Schmotz: „Beim Riesenslalom bei der WM in Åre/Schweden, fuhr ich auf Platz 19 und damit war sich sehr zufrieden. In zwei weiteren Rennen fuhr ich in dieser Disziplin unter die besten 30. In Åre schaffte ich es auch im Slalom in den zweiten Lauf, doch leider fiel ich im zweiten Durchgang aus. Auch zwei weitere Platzierungen unter den 30 Besten konnte ich einfahren.“

Wir haben herrliches Wetter: Was treibst du in der schneelosen Zeit?

Schmotz: Ich gehe zum Laufen oder wandere in unseren Bergen. Logisch helfe ich auch gerne in der wenigen Zeit, die ich habe, meinen Eltern auf dem Hof. Anfang April habe ich in meinem Job bei der Bundespolizei einen Fortbildungslehrgang. Anschließend hoffe ich auf einen kleinen Urlaub, denn schon Ende April oder Anfang Mai, geht schon wieder die Sommervorbereitung los. Am 11. April treffen sich alle Alpinen und dann werden die Mannschaften und Trainingsort festgelegt. Es geht weiter mit Kraft- und Ausdauertraining und auch Koordinationsübungen stehen auf dem Programm. Den ersten Schnee werde ich wohl im Juli sehen, ob nun auf dem Gletscher oder weiter weg wird sich noch zeigen.“

Vielen Dank für das nette Gespräch.

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