Eine kleine Insel für sich

Wie das Caritas-Kinderdorf in Irschenberg mit dem Coronavirus umgeht

Wo sonst Kinder toben und spielen, herrscht im Caritas-Kinderdorf Irschenberg nun Stille.
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Wo sonst Kinder toben und spielen, herrscht im Caritas-Kinderdorf Irschenberg nun Stille.

Irschenberg – Auch das Caritas-Kinderdorf in Irschenberg ist von der Corona-Pandemie betroffen und hat nun einige Maßnahmen umgesetzt, um die Kleinen zu schützen.

Innerhalb kürzester Zeit hat sich das Leben aufgrund des Coronavirus komplett verändert. Besonders tiefgreifend wirkt es sich in sozialen Institutionen wie Altenheimen, Behindertenwohngruppen und stationären Einrichtungen der Jugendhilfe aus wie dem Caritas-Kinderdorf in Irschenberg. Zum Schutz und um das schnelle Ausbreiten des Coronavirus zu verhindern, hat sich die Dorfleitung jüngst entschlossen, aus einem Kinderdorf sechs kleine Kinderdörfer zu machen.

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Jeweils ein Doppelhaus ist nun eine kleine Insel für sich. Die Kinder, Jugendlichen und Mitarbeiter bleiben für sich und haben keinen direkten Kontakt zu den anderen Gruppen. Damit hoffen die Verantwortlichen – sollte es zu Erkrankungen kommen – die Lage besser bewältigen zu können. "Die neue Situation ist für die Kinder schmerzhaft, da sie nun auf Besuche von Angehörigen verzichten müssen und auch mit ihren Freunden im Kinderdorf nur noch telefonisch oder elektronisch Kontakt haben können", Sprecher Florian Lintz. Bereits zuvor wurden die Sport- und Spielplätze für externe Mädchen und Jungen aus der Gemeinde gesperrt. Zudem wurde der Zugang zum Kinderdorfgelände stark eingeschränkt und die Abgabe von Sachspenden unterbrochen.

„Wir bleiben daheim“ lautet das Motto auch im Caritas-Kinderdorf Irschenberg.

Noch liegen im Kinderdorf keine Erkrankungsfälle vor, heißt es weiter. Während einige Mitarbeiter aus dem benachbarten Tirol nicht mehr zur Arbeit kommen dürfen, sind die verbleibenden Fachkräfte mit großem Engagement für die Betreuten da. Das Leitungsteam arbeitet derweil mit Umsicht und Nachdruck an verschiedenen Szenarien: Was ist im Ernstfall zu tun, um alle Bewohner weiter betreuen und versorgen zu können? Was passiert, wenn plötzlich mehrere Mitarbeiter auf einmal erkranken?

Für diesen Fall haben bereits die beiden Leiter des derzeit geschlossenen sozialpädagogischen Förderzentrums und des Caritas-Kinderhauses Farbenfroh in Irschenberg zusammen mit ihren Mitarbeitern ihre Unterstützung zugesagt. „Dies ist für uns eine gewisse Beruhigung“, sagt Dorfleiter Wolfgang Hodbod und ergänzt: „Ansonsten sehen wir uns natürlich mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert wie derzeit viele Familien. Allerdings mit dem kleinen Unterschied, dass bei uns sechs bis neun Kinder zu betreuen sind.“ ksl

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