KFC beendet Leerstand

Weitere Fast-Food-Kette zieht nach Irschenberg: Das sorgt für Kritik

Quiksilver-Store in Irschenberg-Wendling
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Vor einem Jahr schloss der Quiksilver-Store in Irschenberg-Wendling. Nun tritt Kentucky Fried Chicken die Nachfolge an.
  • vonMartina Fischer
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Irschenberg – Der Rastplatz an der A8 am Irschenberg wird zur Fast-Food-Hochburg: Nach Burger King und McDonald‘s zieht nun auch Kentucky Fried Chicken nach Wendling.

Im Irschenberger Ortsteil Wendling wird es einen neuen Zuwachs im Fast-Food-Bereich geben: Wo früher der Quiksilver-Store angesiedelt war, soll jetzt ein Kentucky Fried Chicken (KFC) einziehen. Die Planung für diese Nutzungsänderung wurde am vergangenen Montag im Gemeinderat diskutiert und stieß auf ein bedingt positives Echo.

Im Gebäude wird der KFC Nachbar des FC-Bayern-Stores und befindet sich südlich des McDonalds. Seit dem Auszug von Quiksilver bestehe in der Ladeneinheit schon einige Zeit ein Leerstand, erklärte Bürgermeister Klaus Meixner. Eine lange Suche sei es gewesen, und nun stehe ein neuer Mieter fest.

Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee für KFC

Dabei verwies der Bürgermeister darauf, dass die Entscheidung für selbigen nicht nur in der Hand der Gemeinde liege. Die bewirtschaftet das Gebäude zusammen mit der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee in Form einer Sport und Tourismus GmbH mit jeweils hälftiger Beteiligung. „Es geht nicht anders“, räumte Meixner zum Neuzugang ein. Dabei nahm er aufkommende Kritik schon vorweg auf.

„Ihr wisst, dass ich nicht glücklich bin mit dem KFC. Ich werde gegen die Nutzungsänderung stimmen. KFC verkauft die Hühnerteile in Kübeln. Das ist keine Wertschätzung“, kritisierte Kathleen Ellmaier (FW Reichersdorf). Dabei nahm sie Bezug auf die hohe, runde Verpackungsschachtelform „Bucket“ („Kübel“) des Fast-Food-Restaurants.

Müll ist Problem an der A8 am Irschenberg

Unzufrieden mit dem Neuzugang in Wendling zeigte sich auch Klaus Waldschütz (CSU). Dabei verwies er auf die bereits bestehende Müllproblematik durch Schnellrestaurants in Irschenberg. „Die Leute sind nicht lernfähig“, hat er wenig Hoffnung auf Besserung. Man stimme nicht ab, ob der KFC komme. Dies habe bereits die Sparkasse entschieden. Es gehe nur um die Zustimmung zur Nutzungsänderung, wollte Hans Maier (Aktive Bürger) die sachliche Ebene betont wissen.

„Baulich passt es ja“, sah Franz Nirschl (FW Irschenberg) den KFC-Einzug pragmatisch. Interessant wäre allerdings die Gestaltung der Werbeanlagen, monierte er. Deren Vorstellung war eigentlich in derselben Gemeinderatssitzung vorgesehen. Die Pläne dazu wurden jedoch noch nicht eingereicht. Die Planungen für das Restaurant hingegen stehen fest. Genutzt wird das bestehende Gebäude. Zusätzlich beantragte KFC die Möglichkeit, ein Lüftungsaggregat, eine Drive-Spur und eine Drive-Box zu installieren.

Kritik im Gemeinderat

„Es ist keiner glücklich“, fasste Regina Gruber (FW Irschenberg) zusammen. „Es ist eine wirtschaftliche Abwägung. Das war eine lange Suche und es hat sich kein anderer gefunden oder zumindest nicht zu diesem Preis“, erläuterte Meixner die Basis der Entscheidung für KFC.

Die Entscheidung fiel mit zwei Gegenstimmen. Die Mehrheit der Irschenberger Gemeinderäte erteilte die Zustimmung zur Nutzungsänderung. maf

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