Gemeinderat erlässt Satzung

Weg frei für den Umzug ins Sondergebiet Transport in Irschenberg

Lkw des Transportunternehmens Lettenbichler in Irschenberg
+
Die Spedition Lettenbichler kann nun Firmensitz und Lkw-Flotte von Sinnetsbichl nach Buchbichl verlegen.

Irschenberg – Beim Sondergebiet Transport zugunsten des Unternehmens Lettenbichler kommt der Irschenberger Gemeinderat Schritt für Schritt voran. Nun wurde eine wichtige Hürde genommen.

In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Irschenberger Gemeinderat erneut mit dem Bebauungsplan für das Sondergebiet Transport und hat diesen dann schließlich per Satzungsbeschluss aufgestellt. Mit dem so geschaffenen Baurecht kann die Spedition Lettenbichler ihren Umzug von Sinnetsbichl nach Buchbichl jetzt weiter planen.

Nach der erneuten Auslegung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans zur Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange war die Abstimmung praktisch nur noch Formsache. Es gab entweder keine neuen Einwände, weil diese bereits gemacht worden waren oder sie wie im Fall des Straßenbauamtes Rosenheim inhaltlich eine Wiederholung der bereits in den Bebauungsplanentwurf mit aufgenommenen Festsetzungen waren.

Auch den Hinweis aus dem Landratsamt Miesbach, wonach Anzahl und Fläche für Betriebsleiterwohnungen nicht zulässig ist, behandelte das Gremium bereits und stellte erneut fest, dass dies zwar für ein Gewerbegebiet, aber nicht für ein Sondergebiet gelte. Änderungen am Plan werden daher nicht vorgenommen.

Hingegen wurde der Plan mit Anmerkung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen ergänzt, wonach wegen der landwirtschaftlichen Nutzung der umgebenden Fläche sieben Tage die Woche und auch vor 6 und nach 22 Uhr mit Lärm, Staub und Geruch gerechnet werden muss. Mehrheitlich stimmte schließlich das Gremium der Aufstellung des Bebauungsplans mit vier Enthaltungen wegen persönlicher Beteiligung und einer Gegenstimme von Hans Maier (FDP/aktive Bürger) zu.

Der Weg dorthin war ein weiter. Bereits Ende 2017 hat die Spedition Lettenbichler die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans für einen Bebauungsplan für das rund 7.600 Quadratmeter große landwirtschaftlich genutzte Areal in Buchbichl beantragt. Begründet hat das Familienunternehmen das damit, dass im Firmensitz in Sinnetsbichl schlicht der Platz ausgehe. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Ausweisung eines Sondergebiets Transport zu. Wobei Maier damit damals schon Bauchschmerzen hatte und anmerkte, dass er den neuen Firmensitz zwar sehr gerne in der Gemeinde, aber nicht auf der grünen Wiese sehen würde.

Im weiteren Verlauf des Verfahrens begründete vor allem der Bund Naturschutz seine Ablehnung und brachte die Sache schließlich vor den Petitionsausschuss des bayerischen Landtages. Nach einem Lokaltermin und schriftlichen Darlegungen der Gemeinde wurde die Beschwerde aber abgewiesen. Schritt für Schritt wurde das Bebauungsplanverfahren dann bis zur Satzungsreife abgearbeitet. Mit dem jetzt geschaffenen Baurecht kann nun das von Lettenbichler mit den Planungen für den neuen Firmensitz beauftragte Ingenieurbüro Staudinger aus Parsberg seine Arbeit fortführen. hac

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Krankenhaus Agatharied: Neue Marke, neuer Chefarzt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Corona-Virus im Landkreis Miesbach: Diese Veranstaltungen sind abgesagt
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee
Diese Frau leitet fortan die Spielbank in Bad Wiessee

Kommentare