Wohnraum im Detail

Gemeinderat Irschenberg: Kritik an Plänen für Postwirt-Areal

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Nach dem Gemeinderat Irschenberg muss nun noch das Landratsamt die Bebauungspläne für das Postwirt-Areal absegnen.

Irschenberg – Drei Mehrfamilienhäuser mit 32 Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage will Bayern Wohnen nach dem Abriss des alten Postwirt-Gebäudes errichten.

Um optische Details ging es bei der Bebauungsplanung für das Postwirt-Areal in der jüngsten Sitzung des Irschenberger Gemeinderates, ebenso um einige Fragen, die die Gremiumsmitglieder noch geklärt haben wollten. Diese beantwortete Architektin und Projektleiterin Ines Adamik von der Bayern Wohnen. Dabei ergab sich am Ende der Diskussion, dass die Gesellschaft noch eine weitere Genehmigung benötigt.

Die Bayern Wohnen möchte nach dem Abriss des alten Postwirt-Gebäudes drei Mehrfamilienhäuser mit 32 Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage errichten. Letztere soll zweispurig ausgeführt werden. Eine Neuerung bei den Details stellten dieses Mal Schiebeläden in Holz dar. „Gefällig“ fand diese Hans Nirschl (FW Irschenberg), weil sie die Front auflockern. Dabei wollte er aber noch wissen, wie es denn mit den Balkongeländern aussehe. Auch hier sollte ein einheitliches Bild entstehen und nicht ein Wildwuchs unterschiedlicher Lösungen bezüglich der Blickdichte. Als Stabgeländer oder in Holz würden die Geländer ausgeführt. Das sei noch nicht entschieden, meinte Adamik. Welche Gestaltungsoptionen die Bewohner bezüglich der Blickdichte hätten, würde in der Teilungserklärung festgelegt.

Weitere Informationen der Architektin gab es zu anderen Fragen. Der Brandschutz für die Häuser sei abgeklärt. Ein Gehweg für die Bewohner ist auf dem Areal eingeplant. Die Parkplätze in der Tiefgarage würden den Wohnungen zugeordnet und mit diesen verkauft. Die oberirdischen Stellflächen seien Besucherparkplätze. Geheizt werde mit Pellets. Die Farbe der Fenster sei noch nicht festgelegt.

Kritik zur Planung gab es von Hans Meier (Aktive Bürger). Unter anderem monierte er eine zu dichte Bebauung: „Das ist ein kleines Neuperlach in Irschenberg.“ Man könne mit dem dann nötigen Kindergarten- und Schulangebot nicht Schritt halten. Er und sein Fraktionskollege Martin Eberhard sprachen sich gegen die Bebauungspläne aus. Der Rest des Gremiums fand sie gefällig und stimmte dafür.

Bevor mit Abriss und Neubau begonnen werden kann, muss jedoch noch ein weiterer Schritt erfolgen: Die Bayern Wohnen braucht für das Projekt aufgrund der Tiefgarage noch die Genehmigung des Landratsamtes. maf

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