Das Jahr 2018

Irschenberg

Zahlreiche Projekte haben die Gemeinde das Jahr über begleitet. Darunter waren die Fertigstellung der Lärmschutzmaßnahme in Wölkham, die Sanierung der Regenwasserkanäle in Irschenberg und die Straßenbaumaßnahmen in Hofreuth und Oberhasling. Und um den Besuchern und Einheimischen einen unbeschwerten und schönen Spaziergang im Gemeindegebiet zu ermöglichen, wurde kürzlich Grund für einen Gehweg nach Wilparting erworben.

Ein großes Thema das hingegen noch einig Zeit in Anspruch nehmen wird, ist der flächendeckende Breitband- Ausbau. Obwohl Irschenberg alle Förderquellen und –mittel angezapft hat, machen 143 Gemeindeteile, unterschiedliche Vorwahlbereiche und immer neue Vorgaben den Ausbau teuer, langwierig und schwierig. Daneben gab es viele Ereignisse das Dorfleben bestimmt. So haben Eva Dick und Dieter Matschiner Anfang des Jahres die ehrenamtliche Seniorenvertretung in der Gemeinde Irschenberg übernommen. Sie beraten und unterstützen die Senioren im Gemeindebereich. Zudem koordinieren sie Seniorenaktivitäten. 

Im Mai wurde im Gewerbegebiet Salzhub beim Maschinenring Aibling-Miesbach- München e.V der Spatenstich für die neue Maschinenhallte gesetzt. Ebenfalls im Mai feierte das bei Partyfans weit über die Landkreisgrenzen bekannte Musik-Festival i-Rock das 20. Jubiläum. 

Ab Mitte des Jahres war das Sondergebiet Transport auf nahezu jeder Tagesordnung des Gemeinderates zu finden. Als absolut unakzeptabel empfand der Gemeinderat fast einstimmig die Einlassungen des Bund Naturschutz und anderer Behörden dagegen und pocht auf die gemeindliche Selbstverwaltung, um einem einheimisches Transportunternehmen den Umzug innerhalb der Gemeindegrenzen zu ermöglichen. 

Die etwas marode gewordene Irschenberger Dorflinde sorgte im Sommer für Schlagzeilen. Zweimal musste der Gemeinderat über deren Schicksal abstimmen. Der erste Beschluss fiel noch zu Ungunsten der Linde aus. Dies schlug aber hohe Wellen, worauf sich ein privater Sponsor erklärte, die Kosten für die Baumsanierung zu übernehmen. Bei der erneuten Abstimmung über dieses emotionale Thema wurde dann beschlossen, die Linde vorerst stehen und sanieren zu lassen. 

Weniger turbulent aber umso erfreulicher war die Segnung des neuen Einsatzfahrzeuges der Freiwillige Feuerwehr Niklasreuth im Juni. Der Mercedes-Sprinter kostete 165.000 Euro. 112.000 Euro brachte die Gemeinde auf, der Freistaat zahlte einen Zuschuss von 23.000 Euro und der Feuerwehrverein Niklasreuth steuerte 30.000 Euro bei. 

Durch die Nähe zur Autobahn ist die Freiwillig Feuerwehr Irschenberg schon seit Jahren mit einer konstant hohen Einsatzdichte belastet. Diese oft auch seelisch schwer verdaulichen und zeitaufwändigen Autobahneinsätze gehen an die Grenzen des Leistbaren der Einsatzkräfte und der Technik. Bis Anfang Dezember hatte die Feuerwehr Irschenberg heuer insgesamt 142 Einsätze, davon entfielen „nur“ 41 auf die Autobahn. In den vergangenen Jahren war das Verhältnis wesentlich höher. 

Mit der symbolischen Schlüsselübergabe und Segnung des neuen Kindergartens fand am 16. September ein für Irschenberg wichtige Projekt seinen gebührlichen und feierlichen Abschluss. Nach 14 Monaten Bauzeit stehen den Kindern und Erzieherinnen nun helle, lichte und großzügige Räume zur Verfügung. Auf ein ereignisreiches Jahr kann auch das Caritas Kinderdorf in Irschenberg zurückblicken. Anfang des Jahres empfing es eine Delegation aus Indien zum Erfahrungsaustausch, im Mai richtete es den bundesweiten Kinderdorf-Cup aus, die heilpädagogische Tagesstätte im Kinderdorf wurde von Staatsminister Dr. Marcel Huber ausgezeichnet und im Herbst wurde das 10-jährige Bestehen der Rabenmoos Alm mit einer Bergpredigt gefeiert. Auch 2018 richtete das Caritas Kinderdorf, die in der Gemeinde beliebten Traditionsveranstaltungen wie das Sommerfest, Kirchweih und den Sankt Martinsumzug aus. 

Neben dem Breitbandausbau haben sich die Gemeindeverantwortlichen als langfristige Projekte noch der Planung der Kläranlage und dem Gasthof Moar in Wilparting angenommen. Beide Vorhaben kosten der Gemeinde viel Geld. Speziell Wilparting wird schwierig, weil mehrere von den Kosten stark unterschiedliche Optionen zur Wahl stehen. Einig ist sich der Gemeinderat, dass der Charme als bayerische Pilgerwirtschaft wieder aufleben und dieser „heilige Ort“ nicht in die Hände von Spekulanten fallen soll. 

Nach einem ereignisreichen Jahr ist also auch 2019 in der „freundlichen Gemeinde mit dem südländischen Flair“ einiges an Innovation und Bewahrung von Tradition absehbar.

Grußwort des Bürgermeisters zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, der Abreißkalender ist dünn geworden und es sind nur noch wenige Tage bis wir Weihnachten feiern und an der Schwelle zu einem neuen Jahr stehen. 

Bürgermeister Hans Schönauer

Gerade auch in der Zeit vor Weihnachten spielen unsere Bräuche eine große und wichtige Rolle. Ich bin stolz darauf und froh darüber, dass sich Irschenberg hier seine Traditionen bewahrt hat. Die Adventszeit ist zudem eine Zeit ganz besonderer Stimmung, aber leider auch der der Hektik. In den verbleibenden Tagen bis zum Heiligen Abend wünsche ich Ihnen daher vor allem Zeit für sich selbst oder im Kreis ihrer Familie und Freude um dann das Weihnachtsfest gebührlich feiern zu können. Wie in vielen Familien gibt es auch bei uns eine Tradition am Heiligen Abend, auf die ich mich schon so richtig freue. Seit 40 Jahren fahre ich am Vormittag zum Einkaufen nach Miesbach, „dann sind wir aufgeräumt“ sagt die Frau. Anschließend gibt`s beim Bräuwirt a Paar Würstl. So haben wir das früher mit den Kindern gemacht, heute fahr ich mit den Enkelkindern und die freuen sich. Diese gemeinsame Zeit mit der Familie ist für mich tatsächlich das schönste Weihnachtsgeschenk vom Christkindl. 

In dieser Vorfreude auf den Heiligen Abend möchte ich ihnen allen nun von Herzen ein erholsames und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Lassen sie mich zum Jahreswechsel noch Hoffmann von Fallersleben zitieren: „Wir sehn aufs alte Jahr zurück und haben neuen Mut. Ein neues Jahr, ein neues Glück, die Zeit ist immer gut.“ In diesem Sinne wünsche ich uns allen für 2019 Frieden, Erfolg und vor allem Gesundheit! 

Ihr Bürgermeister
Hans Schönauer

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