Positiv in die Zukunft

Diese guten Zahlen präsentiert Maschinenring-Vorsitzender Martin Weber

+
Langjährige Mitarbeit soll sich lohnen: Eine Ehrung und Geschenke gab es deshalb für Helga Biller und Leonhard Mayer (2.v.l.) vom Maschinenring-Vorsitzenden Martin Weber (l.) und Geschäftsführer Klaus Schiller.

Irschenberg – Bei der Jahreshauptversammlung des Maschinen- und Betriebshilfsring Aibling-Miesbach-München zeigt sich: Es gibt Grund, positiv in die Zukunft zu schauen.

Hervorragende Ergebnisse in den verschiedenen Wirtschaftsbereichen und ein arbeitsames Jahr zeichneten die Ereignisse beim Maschinen- und Betriebshilfsring Aibling-Miesbach-München (MR) aus. Gute Laune war dementsprechend bei der Jahreshauptversammlung im Irschenberger Trachtenheim gegeben. Dort wurden auch langjährige Mitarbeiter der Institution geehrt und es stand die Wahl des Zweiten Vorsitzenden an. Einen lockeren Ausklang fand der Abend mit einer Trachtenschau.

Gülle war eines der großen Themen des vergangenen Jahres. Der Ring veranstaltete einen Praxistag zur Demonstration von Ausbringtechniken mit 200 Teilnehmern und begann einen Langzeitversuch für das Grünland. Die Sachlage wird die MR-Mitglieder durch Aktionstage auch heuer weiter beschäftigen.

Ebenfalls gut beschäftigt ist man in der Landwirtschaft mit einer anderen Thematik. „Die Bürokratie ist stark angestiegen“, erklärte MR-Vorsitzender Martin Weber. Viel zu tun für das Team hieß das. Sie bearbeiteten im vergangenen Jahr 1.400 Anträge der Mitglieder. Als Win-win-Situation für Landkreis und Landwirte sah Weber die Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Miesbach. Die Flächen würden geschützt und das Geld bleibe in der Region.

Als Projekte für 2020 nannte er die Blühstreifenansaat als neuen Service des Rings und die Einweihung des neuen Betriebshofes der Pro Communo, der gewerblichen Tochter des MR. Außerdem will man die Öffentlichkeitsarbeit bei der Institution weiter intensivieren und professionalisieren.

Diese hat 1.730 Mitglieder (2018: 1.723) bei einer Mitgliedsfläche von 38.846 Hektar (2018: 38.667 Hektar). Sie kann auf ein Rekordergebnis stolz sein, verwies Geschäftsführer Klaus Schiller auf den Verrechnungswert von 10,7 Millionen Euro (plus 3,9 Prozent). Bei der Betriebshilfe wurden 39.459 Stunden soziale Einsätze (minus 1,5 Prozent) und 21.551 Stunden wirtschaftliche Einsätze (minus 15,1 Prozent) verzeichnet. Dabei gehe die Zahl der nebenberuflichen Einsatzkräfte zurück. Umso wichtiger seien die beiden eigenangestellten Kräfte des Rings, betonte Schiller.

Die größten Einnahmeposten waren Futterbau und Strohernte mit 3,75 Millionen Euro (plus 5,2 Prozent), Futtermittel, Hilfsmittel und Sonstiges mit 2,17 Millionen Euro (plus 4,2 Prozent), Schlepper und Transport mit 1,38 Millionen Euro (plus 6,0 Prozent), organische Düngung mit 1,18 Millionen Euro (plus 10,9 Prozent), Bodenbearbeitung, Saat und Pflege mit 518.130 Euro (plus 29,4 Prozent) sowie Mähdrusch und Körneraufbereitung mit 490.024 Euro (plus 44,5 Prozent).

Auch bei den Tochterunternehmen des Rings sieht es gut aus. Die Pro Communo AG erwirtschaftete im vergangenen Jahr 4,39 Millionen Euro (plus 19 Prozent). Die Maschinenring Personaldienste GmbH konnte mit 804.000 Euro ihren Umsatz mehr als verdoppeln (2018: 359.000 Euro). Ziel für heuer ist der Schritt über die Millionenmarke. Ebenfalls erfolgreich war die MW Biomasse mit 2,87 Millionen Euro (plus 8,0 Prozent). Trotz schwieriger Zeiten für die Landwirtschaft blickte Schiller deshalb positiv in die Zukunft. Den Ring-Mitgliedern erklärte er dementsprechend: „Wir sind ganz schlecht im Jammern. Wir schauen einfach, dass was geht.“

Der Ring schätzt neben Tatkraft auch Beständigkeit, wie man bei der Versammlung sah. Als Zweiter Vorsitzender wurde Bernhard Gasteiger bei der Wahl für weitere drei Jahre bestätigt. Der Irschenberger hat einen Milchviehbetrieb und sein Amt bereits 21 Jahre inne.

Auch die Mitarbeiter sind der Institution treu. Für ihre zehnjährige Tätigkeit wurden Helga Biller und Leonhard Mayer geehrt. Außerdem stellte sich bei der Veranstaltung ein neues Teammitglied vor. Stephan Thalmair ist als Projektleiter Energieholz tätig und unterstützt die Geschäftsleitung der MW Biomasse AG.

Seinen musikalisch und choreografisch schönen Abschluss fand der Abend mit einer Modenschau des Westerhamer Trachtenhauses „Da Rädl“. maf

Auch interessant

Meistgelesen

Er war seit Samstag vermisst: 30-Jähriger wohlbehalten wieder aufgetaucht
Er war seit Samstag vermisst: 30-Jähriger wohlbehalten wieder aufgetaucht
Warum Absolventen der FOS Holzkirchen an ihre Schule zurückkehren
Warum Absolventen der FOS Holzkirchen an ihre Schule zurückkehren
Sie machen Co-Working auch in Holzkirchen möglich
Sie machen Co-Working auch in Holzkirchen möglich
Coronavirus in Oberbayern: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch
Coronavirus in Oberbayern: Polizei führt fast 21.000 Kontrollen durch

Kommentare