Auf der Zielgeraden

So geht es mit dem Sondergebiet Transport in Irschenberg weiter

Die Firma Lettenbichler möchte wegen Stellplatzknappheit ihren Firmensitz in der Gemeinde Irschenberg von Sinnetsbichl nach Buchbichl verlegen. Das Vorhaben stößt bei Naturschützern auf viel Kritik, ist aber jetzt auf der Zielgeraden.
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Die Firma Lettenbichler möchte wegen Stellplatzknappheit ihren Firmensitz in der Gemeinde Irschenberg von Sinnetsbichl nach Buchbichl verlegen. Das Vorhaben stößt bei Naturschützern auf viel Kritik, ist aber jetzt auf der Zielgeraden.

Irschenberg – Auf der Zielgeraden befinden sich die Pläne für das Sondergebiet Transport. Der Gemeinderat in Irschenberg hat  es nun weiter vorangetrieben.

Wie Geschäftsleiterin Irmgard Dinges bei der jüngsten Sitzung des Irschenberger Gemeinderates in der Turnhalle sagte, handele es sich bei den auf der Tagesordnung stehenden Abwägungs- und Billigungsentscheiden nur noch um drei fachliche Empfehlungen, die zur erneuten Auslegung des Bebauungsplanes „Sondergebiet Transport“ eingingen. Eine gravierende Änderung des Planentwurfs sei daher nicht mehr nötig. Mehrheitlich winkte der Gemeinderat die Beschlussvorschläge durch und schickte den Entwurf in die voraussichtlich letzte Runde des sich seit gut zwei Jahren hinziehenden Verfahrens.

„Das hört sich ganz wild an, ist aber eigentlich ganz einfach“, meinte Dinges, ehe sie die Stellungnahmen vortrug. So riet die Untere Immissionsschutzbehörde des Landkreises Miesbach zu einer weiteren Begründung zum Schallschutz. Diese liege aber, wie Dinges erklärte, bereits anwaltlich ausformuliert vor und nehme Bezug auf das Gewerbegebiet Salzhub. Die Regierung von Oberbayern verwies auf ihre Stellungnahme vom April 2019 und sieht in der Planung die Belange von Natur und Landschaft berücksichtigt. Die inzwischen vorgenommenen geringfügigen Änderungen zur Festsetzung der baulichen Nutzung und der Wasserwirtschaft ändern nach Einschätzung der Behörde diese Beurteilung nicht. Somit steht der Bebauungsplan den Erfordernissen der Raumordnung nicht entgegen. Eine gleichlautende Einschätzung kam vom Planungsverband der Region Oberland.

Der Fauxpas, der bei der vorherigen Sitzung passierte, als drei Gemeinderäte mit abstimmten, die vom Sondergebiet Transport persönlich betroffen sind, wiederholte sich diesmal nicht. Expliziert forderte Dinges diese auf, sich weder an der Diskussion noch an der Abstimmung zu beteiligen. Mit vier Enthaltungen und zwei Gegenstimmen von Hans Maier und Florian Kirchberger (beide FDP/Aktive Bürger) passierten die Beschlüsse dennoch mehrheitlich das Gremium. Mit diesem finalen Stand geht der Planentwurf nun ein letztes Mal in die Auslegung. Wie Irschenbergs Bürgermeister Klaus Meixner in der Sitzung nochmals betonte, sei es weiterhin nicht vorgesehen, eine Links­abbiegespur neu zu bauen. Erst wenn sich herausstelle, dass sich dort ein Unfallschwerpunkt ergeben sollte, müsse die Firma Lettenbichler diese auf eigene Kosten herstellen lassen. hac

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