Von drei Staatsanwaltschaften gesucht

Sexualdelikt und mehr: Polizei stoppt gesuchten 39-Jährigen auf der A8

Schreckschusswaffe
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Diese Schreckschusswaffe entdeckten die Beamten der Grenzpolizeiinspektion Raubling bei einer Kontrolle an der A8.

Irschenberg/A8 – Gleich drei Staatsanwaltschaften suchen nach einem 39-Jährigen, den die Grenzpolizei aus Raubling nun am Irschenberg an der A8 gestoppt hat.

Eine ganze Litanei an Anzeigen kassierte ein 39-jähriger Autofahrer am Dienstag (11. Mai), nachdem er von Schleierfahndern der Grenzpolizeiinspektion Raubling kontrolliert wurde, wie die Beamten nun mitteilen.

„Die Fahnder stellten den Mann gegen 8.30 Uhr im Bereich der Tank- und Rastanlage Irschenberg am Steuer eines Opel mit österreichischer Zulassung fest und entschlossen sich zu einer Kontrolle“, berichtet die Polizei. „Dabei konnte der Fahrer keinerlei Ausweispapiere und keinen Führerschein vorweisen, lediglich einen Fahrzeugschein hatte er dabei.“

Fahrer von drei Staatsanwaltschaften gesucht

Während die Beamten den Fahrer überprüften, stellte sich heraus, dass der Opel gar nicht mehr zugelassen war. Außerdem bestanden für den nun in Österreich wohnhaften Deutschen mehrere Fahndungsnotierungen: Drei verschiedene deutsche Staatsanwaltschaften suchten den Mann wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und eines Sexualdelikts.

Die Frage der Beamten, ob sich Waffen oder Drogen im Fahrzeug befänden, verneinte der 39-Jährige. Als die Beamten das Auto durchsuchten, fanden sie allerdings eine zugriffsbereite, geladene Schreckschusswaffe und eine Plombe mit einer kleineren Menge Kokain. Den dafür erforderlichen Kleinen Waffenschein besitzt der Mann nicht.

Scharfe Waffe und Drogenkonsum

Er wurde zur Dienststelle gebracht und musste sich einer Blutentnahme unterziehen, da auch Anhaltspunkte auf Drogenkonsum vorlagen. Anschließend wurde er wegen Verstößen nach dem Waffen- und Betäubungsmittelgesetz, dem Pflichtversicherungs- und Kraftfahrzeugsteuergesetz, der Fahrzeug-Zulassungsverordnung, wegen Verdachts des Kennzeichenmissbrauchs sowie Fahren unter Drogeneinfluss angezeigt.

„Zudem erhoben die Beamten die in den Fahndungen geforderten Daten für die jeweiligen Staatsanwaltschaften“, erläutert die Polizei. „Ob der 39-Jährige überhaupt jemals eine polnische Fahrerlaubnis besaß, wie er behauptet, muss erst noch geklärt werden.“ Weiterfahren durfte er ohne Zulassung und nach seinem Drogenkonsum ohnehin nicht. ksl

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