Der Landkreis hielt inne

Irschenbergs Bürgermeister Hans Schönauer in Niklasreuth beigesetzt

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Ehe Hans Schönauer auf dem Friedhof in Nikalsreuth beigesetzt wurde, haben Mitglieder des Gemeinderates den Sarg durch Schönauers Heimatdorf getragen. Die Trauerfeierlichkeiten fanden unter gewaltiger Anteilnahme der Bevölkerung, der Gemeinde Irschenberg, zahlreicher Vereine, der Hochzeitslader Zunft sowie unzähligen Vertretern aus dem öffentlichen Leben und der Politik statt.

Niklasreuth – Zu den Klängen des Chorals „Näher, mein Gott, zu dir“ und dem Lied „Der gute Kamerad“ wurde am Mittwochnachmittag Irschenbergs völlig unerwartet verstorbener Bürgermeister Hans Schönauer (†67) auf dem Friedhof der Niklasreuther Pfarrkirche St. Nikolaus zu Grabe getragen. Der Beisetzung waren der Aussegnungsgottesdienst und ein langer Trauerzug durch das Dorf vorausgegangen. Gut 700 Menschen haben Schönauer auf seinem letzten Weg begleitet.

Zelebriert hatten den feierlichen Aussegnungsgottesdienst Dekan Michael Mannhardt, Pfarrverbandsleiter Tadeusz Kmiec-Forstner, der Niklasreuther Pfarrer Michael Nagel und der ehemalige Irschenberger Pfarrer Johannes Thiele. Da für die vielen Trauergäste in der Kirche kein Platz war, wurde der Gottesdienst per Lautsprecher nach draußen übertragen.

In sehr persönlichen Worten beschrieb Pfarrer Nagel Schönauers Leben, dessen Mittelpunkt stets die Familie mit Ehefrau Kathi, seinen fünf Töchtern und den Enkeln war. „Sein Leben war von Offenheit und Toleranz geprägt und seine besondere Aufmerksamkeit galt der Jugend.“ Dabei stellte er auch Schönauers großes Engagement heraus, als der gelernte Maschinenbau- und Kunstschlossermeister als Berufsschullehrer an der Kolping-Förderschule München tätig war: „In über 20 Jahren ist kein einziger seiner Schüler durchgefallen, und für viele wurde er eine Art Ersatzvater.“ Wie Nagel weiter sagte, war Hans Schönauer tief im Glauben verwurzelt. Daher waren auch die von ihm so sehr geliebten Heiligen Marinus und Anianus von Wilparting in der Kirche: „Mögen sie ihm Beistand und Fürsprecher sein, wenn er ans Himmelstor anklopft“, betete Nagel.

Noch in der Kirche haben danach Irschenbergs Vize-Bürgermeister Klaus Meixner, der dritte Landrat Klaus Thurnhuber und Holzkirchens Gemeindechef Olaf von Löwis als Sprecher der Landkreisbürgermeister die Verdienste von Hans Schönauer um die Gemeinde und den Landkreis gewürdigt. Der Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Franz Xaver Peteranderl, stellte Schönauers herausragendes Engagement für die berufliche Bildung und das Handwerk heraus.

Sichtlich betroffen fand Landtagspräsidentin Ilse Aigner über Schönauers besonderen Charakter sehr vertrauliche Worte: „Der Hans war ein Politikertyp wie es sie heute nicht mehr gibt. Er hatte Ecken und Kanten und ließ sich durch nichts verbiegen. Auch bei viel Gegenwind hat er seine Position zum Wohl seiner Gemeinde und des Landkreises verteidigt. Und trotzdem hat er dabei immer seinen vielzitierten und unvergleichlichen Humor behalten. Dein Leben war bunt, reich und getragen von der Familie. Genauso wie es sein sollte. Mach‘s gut Hans.“ hac

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