Leise Töne

Irschenbergs Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor

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Diese drei Kandidaten wollen Bürgermeister in Irschenberg werden: (v.l.) Klaus Meixner, Hans Nirschl und Marcus Hermann.

Irschenberg – Wegen des Todes von Bürgermeister Hans Schönauer Ende Januar muss in Irschenberg vorzeitig ein neuer Rathauschef gewählt werden. Als Termin wurde Sonntag, 26. Mai, festgelegt. Inzwischen haben drei Parteien einen Kandidaten aufgestellt. Im Anschluss an die Bürgerversammlung (Bericht folgt), haben sich diese vorgestellt. Wie Wahlleiter Franz Gasteiger ankündigte, habe man sich auf ein kurzes persönliches Statement geeinigt. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Vizebürgermeister Klaus Meixner (CSU) zu Beginn der Bürgerversammlung bekanntgab, dass CSU-Gemeinderat Helmut Niggl nach schwerer Krankheit am selben Tag verstorben ist. Angesichts dieser Umstände verzichteten die Kandidaten bewusst auf einen politischen Schlagabtausch.

In der Reihe des Alphabets machte Marcus Hermann (Aktive Bürger/FDP) den Anfang. Wie der 40-jährige Irschenberger, selbstständige Elektromeister und Betriebswirt sagte, liegt ihm besonders die Zukunft und das Wohlergehen der Kinder und Kindeskinder am Herzen. Als dreifacher Familienvater sei das für ihn eine Verantwortung, der er sich stellen möchte: „Ich bin bodenständig, heimatverbunden, politisch sehr interessiert und möchte unser Ortsbild erhalten und die Zukunft mitgestalten. Daher kandiere ich für dieses Amt.“

Mit 17 Jahren Erfahrung als Gemeinderat in Irschenberg verfügt CSU-Kandidat Klaus Meixner (60) bereits über eine langjährige kommunalpolitische Erfahrung. Seit 2008 bekleidet er zudem das Amt des zweiten Bürgermeisters. Beruflich führt der Zimmerermeister seit 1995 einen eigenen Betrieb in Irschenberg. Wie auch seinem Vorredner möchte sich Meixner vor allem für die nachfolgenden Generationen, den Erhalt des Brauchtums und die Unterstützung der Vereine einsetzten: „Ich möchte, dass es in Irschenberg gut weitergeht. Als Bürgermeister möchte ich mich dafür einsetzten, dass das Miteinander stimmt und wir gut auskommen. Natürlich müssen wir aber auch schwierige Themen wie bezahlbaren Wohnraum angehen.“

Die FW Irschenberg/Reichersdorf haben Hans Nirschl (54) nominiert. Seit 1989 betreibt der Handwerksmeister eine Spenglerei in Buchbichl, wo er auch wohnt. Auf kommunalpolitischer Ebene sitzt er seit 2014 als dritter Bürgermeister im Gemeinderat Irschenberg. Den Antrieb für sein politisches Engagement sieht er unter anderem aus Dankbarkeit, „dass wir in Irschenberg ein so gutes Leben führen dürfen.“ Mit ganzer Kraft möchte er sich daher zukünftig als Bürgermeister für eine gute Zukunft und die Belange aller Irschenberger Bürger einsetzen: „Wenn man etwas bewegen möchte, muss man Verantwortung übernehmen.“

Wie Gasteiger sagte, ist es nicht selbstverständlich, dass sich gleich drei Kandidaten für das doch schwierige Amt des Ersten Bürgermeisters zur Verfügung stellen: „Früher war der Bürgermeister eine Respektsperson. Heutzutage ist es so, dass teilweise schon sehr grob mit ihm umgegangen wird. Oft sehen die Menschen nur ihren eigenen Vorteil und nicht, dass einfach nicht alle Wünsche zu erfüllen sind.“ Zum Abschluss forderte Gasteiger die drei Kandidaten auf, eine fairen und guten Wahlkampf ohne Extreme und mit sachlichen Diskussionen zu führen: „Ich werde da ein Auge auf euch haben.“ hac

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