In die Jahre gekommen

Hausham: Freiwillige Feuerwehren brauchen neue Einsatzkleidung

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Die Ersten Kommandanten Maier Florian (Agatharied) und Joachim Hamacher (Hausham) sowie Stefan Leidgschwendner (Zweiter Kassier und Gewandausschuss Hausham, v.l.) zeigen die bisherige und die mögliche neue Einsatzkleidung (rechts).

Hausham – Retten, schützen, bergen, löschen: Wenn‘s im wahrsten Sinne brennt, rücken die Kräfte der Feuerwehr unermüdlich zu jeder Tages- und Nachtzeit aus. Dieser oft kräftezehrende Einsatz zeigt sich unter anderem auf den Uniformen der Floriansjünger, wie Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren Agatharied und Hausham bei der jüngsten Sitzung des Haushamer Gemeinderats erklärten. 15 bis 18 Jahre hat diese Kleidung mittlerweile hinter sich, die Spuren der Einsätze durch Qualm, Scherben und die ständige Belastung haben sich deutlich in Jacken und Hosen gefressen. Deshalb brauchen die Retter dringend neue Kleidung.

Die Einsätze haben an Nähten und Stoff deutliche Spuren hinterlassen.

Weil sie selbst am besten wissen, auf was es bei der Einsatzkleidung ankommt, haben die Feuerwehren Hausham und Agatharied im Vorfeld einen gemeinsamen Ausschuss gebildet, der Informationen zu den möglichen neuen Modellen zusammentragen sollte. Eine Kommission daraus hat sich auf Messen umgeschaut und nach einem Punkteschema die für die Retter drei besten Modelle herausgesucht. Erster Vorstand des Agatharieder Feuerwehrvereins, Tobias Greil, stellte den Räten bei der Sitzung den Favoriten vor und erklärte, welche wichtigen Neuerungen dieser im Vergleich zu den bisherigen Uniformen hat: „Die Reflektoren sind nun besser, es gibt einfach mehr Reflektorflächen, außerdem ist das Material deutlich abriebfester.“ Die auffälligste Neuerung betrifft aber die Farbe: diese ist statt dem üblichen schwarz eher dunkelbeige. „Das Helle fällt im Dunklen eher auf“, sagte Greil. Außerdem fällt so eher auf, wenn die Uniform durch Ruß oder Blut verschmutzt wurde. In der Reinigung werden diese Überbleibsel der Einsätze dann entfernt, der Feuerwehrler trägt sie nicht länger mit sich herum. „Der Farbton hat sich bewährt, in den USA ist er schon Standard“, sagte Greil. Im alltäglichen Einsatzgeschehen könnte die neue Kleidung auch durch die höhere Schnittfestigkeit für mehr Sicherheit sorgen. Gerade Verkehrsunfälle bieten da durch zerborstene Scheiben und scharfkantige Steine ein hohes Risiko. Allgemein bietet die favorisierte Kleidung Schäden weniger Angriffsfläche, denn Reflektorstreifen und Co. sind künftig nicht mehr angenäht, sondern aufgedruckt. „Bei den Alten war das so: Wenn du hängen geblieben bist, war‘s blöd“, sagte Greil. Durch die ständige Belastung haben die Nähte langsam begonnen, sich aufzulösen.

„Wir haben bewusst nicht die Super-Premium-Klasse ausgewählt, der Preis steht einfach nicht dafür“, sagte Greil. Stattdessen fiel die Wahl auf drei mögliche „Mittelklasse-Modelle“. Die Gemeinde rechnet mit Anschaffungskosten von 62.000 Euro. Die Räte votierten einstimmig für die Anschaffung neuer Einsatzkleidung, die Vergabeentscheidung fiel in nicht-öffentlicher Sitzung. 

she

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