Jubiläum zum Volksfest

100 Jahre Musikkapelle Gmund / Konzert am kommenden Montag

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Die „Gmunder Musi“ spielt aktuell in einer Besetzung von vier bis 15 Musikanten in allen möglichen Variationen.

Gmund – Die „Gmunder Musi“ umrahmt seit jeher vielerlei Veranstaltungen – ob Jahrtage von Vereinen, Waldfeste, Geburtstage oder kirchliche Anlässe. Heuer hat sie selbst etwas zu feiern: 100 Jahre reicht die Gründung der Formation inzwischen zurück. So dürfen sich die Besucher des Gmunder Volksfestes auf ein kleines „Jubiläumskonzert“ der Blaskapelle am Montag, 13. Mai, ab 19 Uhr freuen.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs gab es mehrere kleine Musikgruppen vor Ort, die zum Beispiel im Moosrainer „Gasthof Kreuzstraße“ im Salettl zum Tanz aufspielten. Unter dem ersten Musikmeister Franz Groß fanden sich am 22. Oktober 1919 einige „musikalische Reservisten“ und ehemalige Militärmusiker im damaligen „Oberstöger“ ein und gründeten eine weitere Blaskapelle, die 1920 ihren ersten Auftritt beim Jahrtag des Kranken-Unterstützungs-Vereins absolvierte.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs jedoch verstummten die Instrumente – viele blieben im Feld, wie 1943 Musikmeister Franz Groß. In der Nachkriegszeit begann Karl Busse wieder mit Musikunterricht, und nach den „Weber Buben“ schlossen sich 1949 nochmal 13 weitere Musiker aus Gmund an. Ab 1948 war Engelbert Weber auch Musikmeister der Kapelle, bevor Walter Gerstenberger aus Dürnbach 1974 den Taktstock übernahm. Auf ihn folgte erst 2014 Klaus Raßhofer, der seither die aktuell 15 Musikanten, darunter vier Musikantinnen, anleitet. Das wohl älteste aktive Mitglied ist Schlagzeuger Quirin Bartl. Der „Gschwandner Quiri“ war schon seinerzeit bei der „Weber Musi“ dabei, spielt also seit beachtlichen 70 Jahren mit.

Engagiert wird die Musikkapelle Gmund für alle möglichen Anlässe, ob Geburtstag, Hochzeit, Starkbierfest, Nikolausmarkt oder Trauerfeier. Freilich spielt sie auch im Bierzelt auf, wie am kommenden Montag auf dem Gmunder Volksfest (9. bis 13. Mai). Um 19 Uhr beginnt das kleine „Jubiläumskonzert“. Zu Gehör kommt traditionelle Bierzeltmusik mit verschiedenen solistischen Einlagen, ganz ohne Verstärkeranlage. Ende Oktober ist eine Messe für die verstorbenen Mitglieder geplant, anschließend ein gemütlicher Abend im „Gasthof Köck“ mit ehemaligen Mitgliedern, Musikanten und Freunden. sko

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