Monate voller Jubiläen

Jahresversammlung mit Ehrungen bei der Gebirgsschützenkompanie Tegernsee

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Oberleutnant Wolfgang Baier (r.) mit den geehrten Mitgliedern, darunter auch Hauptmann und Bruder Florian Baier (vorne M.).

Rottach-Egern – Dass die Gebirgsschützen wetterfest sind, haben sie erst jüngst wieder bewiesen: Bestens besucht war die Gebirgsschützenhütte im „Lori Feichta“ an der Valepperstraße zur Jahreshauptversammlung.

„Über 60 Mitglieder haben sich heute bei mir entschuldigt, weil diverse Straßen zu uns wegen der extremen Schneefälle gesperrt sind“, berichtete Hauptmann Florian Baier. Nach der Totenehrung wurde die gleiche Zahl an neuen Mitgliedern willkommen geheißen, so dass die Kompanie Tegernsee nun 441 Mitglieder vorzuweisen hat, darunter 249 Aktive und zehn Marketenderinnen. Als neuer Hüttenwirt wurde Bräustüberlchef Peter Hubert mit Ehefrau Caterina willkommen geheißen. Hubert, der bereits seit 31 Jahren Schütze in der Kompanie ist, hat zum Jahresanfang die Nachfolge der Wirtsleute Tanja und Martin Frühauf übernommen.

In seinem Jahresbericht stellte Hauptmann Florian Baier einige Höhepunkte heraus, angefangen mit dem 60. Wiedergründungsjubiläum der Schützenkompanie Franz Höfler Lana im April in Südtirol. Am 27. Mai war das 25. Alpenregionstreffen der Schützen in Mayerhofen im Zillertal, an dem 11.000 Schützen und Marketenderinnen aus allen Schützenbünden der Alpenregion erschienen waren und ein eindrucksvolles Bild boten.

„Der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen war von diesem Schützenfest der Superlative sehr beeindruckt und bezeichnete das Alpenregionsfest als ein wichtiges Symbol des Friedens“, überbrachte der Hauptmann aus Tegernsee, der mit 153 Schützen und acht Marketenderinnen ausrückte.

Ein besonderes Ereignis war am 8. Juli das 120-jährige Bestehen der Ersten Andreas Hofer Schützenkompanie Schwaz, verbunden mit dem Bataillons-Schützenfest des Bataillons Schwaz. „Uns verbindet schon eine 70-jährige freundschaftliche Kameradschaft, die im September 2019 gefeiert werden soll“, verkündete Florian Baier.

Unvergessen bleibt der 30. Todestag des ehemaligen Ministerpräsidenten und Ehrenmitgliedes der Kompanie, Franz Josef Strauß, am 3. Oktober. Pfarrer Klaus Vogel aus Rott am Inn würdigte Strauß als „einen Mann von enormer Tiefe, Weite und Gewicht in seinen Aussagen“.

Zahlmeister Lorenz Strohschneider gab seinerseits lückenlosen Einblick in die Finanzen der Gebirgsschützen, die einem mittelständischen Unternehmen gleichkommen. „Wir mussten einen Betrag in die Truhenwägen vor dem Leonhardiumzug in Kreuth investieren, da die teilnehmenden Mitglieder an Eigengewicht kräftig zugenommen hatten“, gab der Zahlmeister unter großem Gelächter der Anwesenden bekannt. Auf Empfehlung des Rechnungsprüfers Nicki Bächstedt geschah die Entlastung einstimmig.

Bürgermeister Christian Köck, dem Hauptmann Florian Baier zuvor für seine zuverlässige Hilfsbereitschaft gedankt hatte, gab dieses Kompliment im Namen seiner Amtskollegen im Tal zurück. „Ich kann mir gesellschaftliche Termine ohne die Gebirgsschützen gar nicht vorstellen“, bekannte der Gemeindechef. Besonderer Dank gelte Hauptmann Florian Baier, der beispielhaft seiner Kompanie vorstehe.

Auch der Ausblick auf die Aktivitäten der Kompanie Tegernsee für 2019 kann sich sehen lassen. „Wir können gar nicht alle Einladungen annehmen“, bekannte der Hauptmann. Stattfinden wird auf jeden Fall am kommenden Samstag das Friedl-Schätz-Gedächtniseisschießen auf dem Eisplatz in Enterrottach. Selbstverständlich ist die Teilnahme am 5. Mai am Patronatstag in Benediktbeuern. iv

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