Jörg Meyer übernimmt Leitung des Forstbetriebs Schliersee von Christoph Baudisch

Sehr schöne Herausforderung

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Jörg Meyer (r.) ist neuer Chef in Bayerns schönstem Forstbetrieb. Dazu ernannt hat ihn Martin Neumeyer (M.) im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum. Der bisherige Leiter, Christoph Baudisch, kümmert sich zukünftig um die Ausbildung des Personals der Bayerischen Staatsforsten.

Schliersee – Gut zwei Jahre lang hat Christoph Baudisch den Forstbetrieb geleitet, nun kehrt er zurück in die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg. Neuer Leiter des über 34.000 Hektar großen Gebietes ist Jörg Meyer. Die offizielle Übergabe erfolgte kürzlich im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum.

Christoph Baudisch war neben dem sprichwörtlich lachenden auch das weinende Auge anzumerken. Nach seiner Elternzeit freue er sich, im Oktober seine neue Aufgabe im Bereich Personal in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten antreten zu können und damit wieder näher bei seiner Familie zu sein, gestand aber: „Schliersee war für mich nicht nur wegen der Landschaft, sondern vor allem auch wegen der Menschen, die ich hier kennengelernt habe, eine ganz besondere Zeit. Ich bin überzeugt, dass wir in den vergangenen Jahren hier gute Arbeit geleistet haben.“

Das bestätigte Ingrid Pongratz als stellvertretende Landrätin, die unter anderem an seine maßgebliche Gestaltung des regionalen Naturschutzkonzeptes für den Forstbetrieb Schliersee erinnerte. Ebenso hob Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer die gute Zusammenarbeit mit der Behörde unter Baudischs Leitung hervor und nannte als Beispiel die Unterstützung bei der Erforschung des Schredlhauses im Heimatmuseum und bei der Errettung der Ruine von Burg Hohenwaldeck.

Lob gab es zudem vom Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, der in seiner Ansprache betonte, wie wichtig ihm eine gute Führung der Forstbetriebsleiterstelle in Schliersee sei: „Christoph Baudisch hat hier Hervorragendes für Wald, Region und Mitarbeiter geleistet“ sagte Neumeyer. Mit Jörg Meyer folge nun ein Forstbetriebsleiter, der die fachlichen und menschlichen Qualitäten vorweist, die es braucht, um diese Arbeit erfolgreich zu führen, gab sich der Vorstandvorsitzende der Staatsforsten überzeugt.

Die Wälder des Betriebes erstrecken sich vom Voralpenland bis ins Hochgebirge der Bayerischen Kalkalpen. Nicht zuletzt deswegen gilt Schliersee als einer der schönsten Forstbetriebe Bayerns. Ein Großteil davon liegt allerdings im Hochgebirge mit vielen Schutzwäldern und stellt deswegen eine besondere Herausforderung dar.

Dieser stellt sich nun Jörg Meyer, der 1978 in Mussenhausen im Allgäu geboren wurde und in einer Försterfamilie aufgewachsen ist. Nach dem Studium der Forstwissenschaften an der Technischen Universität München durchlief er verschiedene Funktionen in den Bayerischen Staatsforsten. 2010 wechselte er in das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und wurde 2011 zum persönlichen Referenten des Amtschefs ernannt. Seit 2015 leitete Meyer das Vorstandsbüro der Bayerischen Staatsforsten. Für ihn geht nun, wie er sagte, mit dem neuen Posten ein lang gehegter Traum in Erfüllung: „Ich freue mich sehr auf diese neue und schöne Herausforderung“.

hac

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