Besuch bei Landrat Olaf von Löwis

Kampf gegen Varroamilbe: So unterstützt der Landkreis Miesbach hiesige Imker

Dank für Zuschüsse des Landkreises zur Varroamilben-Bekämpfung
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Die drei Imker Konrad Karl (links, Bienenzuchtverein Holzkirchen), Georg Biechl (2.v.r., Bezirksimkerverein Gmund-Tegernseer Tal) und Georg Haslauer (r., Bezirksbienenzuchtverein Miesbach) überreichten Landrat Olaf von Löwis selbstgemachte Produkte als Zeichen des Dankes für die Zuschüsse des Landkreises zur Varroamilben-Bekämpfung.

Miesbach – Die Varroamilbe befällt Bienenvölker und saugt die Arbeiterinnen aus. Im Landkreis Miesbach erhalten Imker Unterstützung beim Kampf gegen den Parasiten.

Die Varroamilbe stellt Imker bekanntermaßen vor große Herausforderungen: Der Parasit gilt als größte Ursache für weltweites Bienensterben. Die Milbe versteckt sich in der Bienenbrut, vermehrt sich dort und saugt die Larven aus. Die ausgeschlüpften Bienen sind deutlich kleiner und schwächer, leben kürzer und finden oft nicht mehr zu ihrem Volk zurück.

Eine Behandlung mit Ameisensäure hilft jedoch, Völker zu erhalten. Seit 2015 können deshalb Imker im Landkreis Miesbach ihren Bedarf an das Veterinäramt des Landratsamtes melden. Die Kosten werden dann über den Landkreis erstattet. Für 2020 hat der Kreisausschuss beispielsweise 12.000 Euro zur Bekämpfung der Varroamilbe genehmigt.

Die Vorstände der drei Imkervereine im Landkreis haben nun Landrat Olaf von Löwis einen Besuch abgestattet und sich für die Zuschüsse des Landkreises bedankt. „Der Landkreis leistet mit dem Zuschuss einen wichtigen Teil zur Arterhaltung der Bienen und dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Georg Biechl, Vorstand des Bezirksimkervereins Gmund-Tegernseer Tal.

Zusammen mit seinen Vorstandskollegen Georg Haslauer vom Bezirksbienenzuchtverein Miesbach und Konrad Karl vom Bienenzuchtverein Holzkirchen berichtete er über den Fortschritt der Varroamilben-Bekämpfung. Die Behandlung sei weiterhin notwendig, um Bienen vor dem Aussterben zu bewahren.

Landrat von Löwis sicherte den Imkern seine Unterstützung zu: „Bienen sind zwar sehr kleine Lebewesen, aber haben eine riesengroße Wirkung auf unser ökologisches Gleichgewicht. Jeder von uns muss deshalb seinen Beitrag leisten, Bienen zu schützen.“ ft

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