Für den Miesbacher und Tölzer Landkreis

Bundestagswahl 2021: Grünen-Kandidat Karl Bär im Gespräch

Bundestagswahl 2021: Karl Bär (Bündnis 90/Die Grünen)
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Karl Bär (36) ist Referent für Agrar- und Handelspolitik beim Umweltinstitut München und ledig. Er sitzt als Mitglied im Marktgemeinderat in Holzkirchen und im Kreistag in Miesbach. Bei Fahrradtouren bekommt er den Kopf frei.
  • VonKatja Schlenker
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Landkreis – Am 26. September ist Bundestagswahl. Das Gelbe Blatt stellt alle Kandidaten aus dem Wahlkreis 223 vor. Heute: Karl Bär (Bündnis 90/Die Grünen). Wir haben ihm sieben Themen vorgegeben. Hier seine Antworten:

Die Autobahnen und Bundesstraßen im Wahlkreis sind wichtige Transitstrecken. Dennoch braucht es für Anwohner…
...eine deutliche Verringerung der Belastung durch Lärm und Abgase. Das geht nur, wenn Verkehr vermieden und von Auto und Lkw auf Bahn, Bus und Fahrrad verlagert wird. Mehr Straßen bringen dagegen noch mehr Verkehr.
Die Verkehrswende ist aktuell ein großes Thema im Oberland und bundesweit. In den Bereichen ÖPNV und Radfahren müsste dringend…
...der massive Investitionsstau aufgehoben werden. Deutschland investiert pro Kopf viel weniger in die Bahn als Österreich oder die Schweiz. Deshalb muss auch in Lenggries das Personal der BRB mit einer Signalpistole ein Ziel treffen, damit der Zug abfahren darf. Mit einer Regierung, die die Verkehrswende will, schaffen wir sie auch.
Auch Klimaschutz spielt derzeit eine große Rolle, fängt aber oft im Kleinen an. Im Oberland sowie auf Bundesebene sollte daher…
...der Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigt werden. In 16 Jahren CDU/CSU-Regierung wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz ständig geändert und verschlechtert. Wir brauchen Planungssicherheit, bessere Bedingungen für den Eigenverbrauch von selbst erzeugtem Strom und einen klaren Einspeisevorrang der erneuerbaren. Dann gelingt es uns, das Oberland bis 2035 energieautark zu machen und viele Arbeitsplätze im Handwerk zu schaffen.
Die Zahl der Ausflügler im Oberland ist mit der Corona-Pandemie nochmals gestiegen. Im Sinne der Einheimischen und Gäste ist es unerlässlich, dass…
...wir viel miteinander reden, uns auf klare Regeln einigen und uns dann daran halten. Wer Rettungswege zuparkt oder Müll in die Natur wirft, bekommt eins auf den Deckel. Wer aber mit dem Zug kommt und auf den Wegen bleibt, für den sind wir im Oberland die freundlichsten Gastgeber in der schönsten Landschaft der Welt.
Auch Immobilienpreise und Mieten sind durch die Corona-Pandemie nochmals in die Höhe geschnellt. Der Durchschnittsbürger kann sich Wohnraum im Oberland künftig nur noch leisten, wenn…
...es viele Wohnungen gibt, die in kommunaler, staatlicher oder genossenschaftlicher Hand sind und nicht nach Höchstpreis, sondern mit Blick auf das Gemeinwohl vermietet werden. Darauf muss die Priorität bei neuen Bauprojekten liegen und dafür muss auch der Bund weiter investieren.
Im Wahlkreis gibt es mehrere Kreiskliniken. Um die kommunalen Krankenhäuser zukunftssicher aufzustellen, braucht es…
...eine Reform der Krankenhausfinanzierung, sodass sich die Grundversorgung der Bevölkerung auch im ländlichen Raum lohnt. Die Politik der aktuellen Regierung läuft darauf hinaus, dass es nur noch ein paar 100 Krankenhäuser deutschlandweit geben wird. Sogar im Pandemiejahr 2020 haben 20 Krankenhäuser dicht gemacht. Das muss sich ändern. Unsere Gesundheitsversorgung ist keine Ware. Krankenhäuser gehören in die Hand der Kommunen.
Die Corona-Pandemie hat auch den Pflegenotstand in Deutschland noch einmal deutlicher hervorgehoben. Die Situation wird sich nur verbessern, wenn…
...die Pflegekräfte länger in ihrem Beruf arbeiten. Sie machen einen sehr wichtigen Job und sind dafür ausgebildet. Trotzdem hören sie im Durchschnitt nach nur neun Jahren auf. Wir müssen die Bedingungen und den Arbeitsschutz verbessern, unter anderem, indem wir mehr Personal einstellen. Dann kann sich die Situation stabilisieren.

Mehr zum Grünen-Kandidaten Karl Bär erfahren Sie hier.

Alle Porträts der Direktkandidaten:

ksl

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