Hoffnung auf Förderprogramm

Kein neues Warmbad: Stadt Miesbach setzt auf „Sanierung light“

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Das Miesbacher Warmbad soll so erhalten bleiben, wie es ist. Die Stadt lässt eine Sanierung planen.

Miesbach – Verschiedene Konzepte für ein neues Warmbad sind schon auf den Tischen der Miesbacher Stadträte gelandet. Doch leisten konnte sich die Stadt bisher keinen Neubau. Nun könnte die sanierungsbedürftige Einrichtung in der jetzigen Form bestehen bleiben und auf einen modernen Stand gebracht werden. „Das ist endlich das, wovon wir geträumt haben“, sagte CSU-Rat, Badereferent und zweiter Vorsitzender des Warmbad-Fördervereins, Erhard Pohl.

Die Stadt hofft dabei auf das neue Förderprogramm des Freistaats zur „Sanierung kommunaler Schwimmbäder in Bayern“. Bis 2024 stehen jährlich 20 Millionen Euro für die Sanierung von Schwimmer-Becken sowie zugehörigen Umkleiden, Sanitäranlagen und Technikbereichen zur Verfügung. Das bedeutet, eine Erneuerung der Folie, wie sie in Miesbach dringend nötig ist, ist genauso förderfähig wie die Ertüchtigung der Technik. „Ich denke, dass das jetzt der richtige Schritt ist“, sagte Bürgermeisterin Ingrid Pongratz zu der ins Auge gefassten „Sanierung light“, wie sie es nannte. Für Pohl steht ohnehin fest: „Die Bevölkerung will ihr Warmbad so erhalten wie es ist.“ Große Änderungen seien gar nicht erwünscht.

Das kommt der Stadt angesichts ihrer leeren Kassen entgegen. Um nun überhaupt einen Antrag im Rahmen des Sonderförderprogramms einreichen zu können, sind zunächst Planungen und Kostenberechnungen nötig. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, die Leistungsphasen eins und zwei an ein Architektur- und ein Ingenieurbüro für die technische Ausrüstung zu vergeben. „Den Startschuss geben wir dann zu einem späteren Zeitpunkt“, stellte Paul Fertl (SPD) klar, nachdem sich Markus Seemüller (FWG) dagegen ausgesprochen hatte, bereits die Sanierung zu beschließen. Dafür winken bis zu 40 Prozent Zuschuss. FWG-Sprecher Michael Lechner regte an, auch eine Erweiterung der Absorberanlage untersuchen zu lassen und ob es möglich sei, das Bad ohne Fremdenergie zu heizen. „Das gehört geprüft“, sagte Lechner. ft

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