38. Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth

Stress im Medienzentrum

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Selbstbewusst und topmodisch stellte sich Gerda Hasselfeldt allein den Journalisten. Horst Seehofer hatte die Klausurtagung zuvor bereits verlassen.

Wildbad Kreuth – Drei Tage lang stand Wildbad Kreuth bis vergangenen Donnerstag wieder im Mittelpunkt des Mediengeschehens. Für die 38. Klausurtagung der CSU-Landesgruppe wurde der Festsaal der Hanns-Seidel-Stiftung für nationale und internationale Journalisten zum Pressezentrum umfunktioniert.

Heuer empfing Ministerpräsident Horst Seehofer unter anderem US-Botschafter John B. Emerson, Joseph Daul (Vorsitzender der Europäischen Volkspartei) sowie Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx. Zu einem Eklat kam es am Ende der Klausurtagung, wo traditionsgemäß für 12 Uhr eine Abschlusspressekonferenz anberaumt wurde. Obwohl sämtliche Fernsehstationen rechtzeitig ihre Kameras vor der Bühne installiert hatten, hieß es 20 Minuten zuvor: „Der Ministerpräsident gibt eine separate Pressekonferenz vor dem Hotel.“ Der vorgeschobene Grund: Seehofer wollte vorzeitig zurück nach München. Riesenaufregung und Stress war die Folge, womit auch die eigentliche Pressekonferenz um 40 Minuten verschoben werden musste, bei der Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt zwangsläufig alleine auf der Bühne Rede und Antwort stand. „Der Seehofer ist nach den erfolgreichen Landtagswahlen schon wieder zu abgehoben, was ich in meinem Bericht auch kritisieren werde“, wetterte Journalisten-Urgestein Hannes Burger (76), Träger der Thoma-Medaille für Zivilcourage in der Öffentlichkeit der Stadt München. Ihr Fett weg bekam dabei, obwohl schuldlos, auch Hasselfeldt (62): „Was sagen Sie zu dem unmöglichen Verhalten des Ministerpräsidenten, der uns Journalisten draußen in der Kälte arbeiten lässt und anscheinend auch die Arbeit der Landesgruppe nicht zu würdigen weiß, wenn er vorzeitig die Klausurtagung verlässt?“, richtete ein aufgebrachter Vertreter einer großen Fernsehstation die Frage an Hasselfeldt. Großen Respekt verschaffte sich die Landesgruppenchefin mit ihrer spontanen Antwort: „Ich freue mich zwar, wenn der Ministerpräsident persönlich mit mir hier auf der Bühne steht, gedanklich weiß ich ihn aber an meiner Seite, und auch ohne ihn kann ich bestens arbeiten.“ Und das tat sie. Ungeschnörkelt, mit klaren verständlichen Sätzen und ruhigem Tonfall, gab Hasselfeldt einen Abriss des Geschehens der vergangenen drei Klausurtage und wusste jede Journalistenfrage zu beantworten. Erfrischend selbstbewusst und forsch war auch das Outfit der 62-jährigen Politikerin: Himbeerfarbenes kniekurzes Kleid, passender Lippenstift, auffallend poppige Pumps und schwarze Strümpfe mit schwarzer Naht.    iv

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