Kletterwald in Ostin soll Tal bereichern

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ASSJA TERSEGLAV, Ostin – Mit dem Baubeginn im April könnte es knapp werden. Doch hat der Gmunder Ortsplanungsausschuss in der vergangenen Woche grünes Licht gegeben und darüber freuen sich Alfred Huber und Georg Reisberger schon einmal. Der Skischulleiter und der Geschäftsführer der Oedberglift Betreibergesellschaft planen eine weitere Attraktion auf dem Oedberg: einen Kletterwald, der Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ganzjährig Spaß bringen soll. Dafür muss der Gmunder Gemeinderat allerdings zunächst einen Bebauungsplan aufstellen und den Flächennutzungsplan ändern. Eigentlich hatten Huber und Reisberger gehofft um die Aufstellung des Bebauungsplan herumzukommen. Doch wie die Gmunder Bauamtsleiterin, Christine Lang, gegenüber dem Gelben Blatt bestätigt hat, verlangt das Landratsamt einen entsprechenden Bebauungsplan. „Wenn alles glatt läuft“, so Lang, „dauert das Verfahren rund sechs Monate“. Doch Huber und Reisberger würden ihren Kletterwald bereits am Pfingstsamstag (22. Mai) in Betrieb nehmen wollen. So haben sie die Hoffnung, dass ihnen – sofern keine größeren Einwände gegen ihr Projekt bestehen – eine Vorabgenehmigung erteilt wird und sie durch einen vorzeitigen Baubeginn doch noch im zeitlichen Rahmen bleiben. Dann könnten die Besucher den Wald am Oedberg bereits in diesem Sommer an 50 Stationen erkunden. Vom eher leichten Balancierparcours, über eine rasante Seilrutsche („Flying Fox“) hin zu ausgetüfftelten Klettermanövern soll für jeden Geschmack etwas dabei sein. Dabei werden die Besucher gleich zu Beginn von Trainern mit einer entsprechenden Ausrüstung ausgestattet sowie in die Techniken eingewiesen. Damit aus dem Waldstück ein Kletterwald werden kann, müssen die Bäume durchbohrt und mit Plattformen und Sicherungsseilen ausgestattet werden. Um keinen unnötigen Schaden anzurichten, hilft ein Baumgutachter. Zudem werden Wege angelegt, um den Waldboden und seine Pflanzen zu schützen. Rund 200000 Euro will Kletterwald-Betreiber Huber zunächst in das Projekt investieren. Mutig hofft er schon in der ersten Saison auf rund 15000 Besucher. Huber: „Das wäre wirklich toll.“ Bürgermeister Georg von Preysing könnte einer der ersten Kletterer werden. Das Kraxeln würde er auf alle Fälle ausprobieren wollen, „ich weiß nur noch nicht, in welcher Höhe“. Von Preysing empfindet den Kletterwald als eine Bereicherung für das Tegernseer Tal – nicht nur für Touristen, sondern vor allem auch für die einheimischen Familien. Daher ist er zuversichtlich, dass es keine Einwände gegen das neue Projekt geben wird. „Wir sind eine Familiendestination“, erklärt Reisberger, „das ist unsere Zielgruppe und die wollen wir pflegen“. Geht es nach ihm, wird es in den kommenden Jahren wohl nicht beim Kletterwald bleiben. Reisberger: „Wir haben noch viele Ideen.“

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