Informationen und Diskussionen zu Klimathemen

Tal-Genossen auf Radltour rund um den Tegernsee 

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Bei der Radltour der SPD-Ortsvereine des Tegernseer Tals ging es um das Thema Klimawandel.

Tegernseer Tal – „Das Tegernseer Tal im Zeichen des Klimawandels“ – unter diesem Motto stand die diesjährige, mittlerweile schon traditionelle Radltour der SPD-Ortsvereine des Tegernseer Tals. Gleich am Startpunkt (Gmunder Bahnhof) erzählte Gmunds SPD-Vorsitzender und Gemeinderat Johann Schmid von den Bestrebungen der Kommune in puncto Energie und Umwelt.

Dabei brachte der Sozialdemokrat die begonnene Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik genauso zur Sprache, wie die Erstellung eines Energienutzungsplanes, die Bemühung um das Prädikat „fahrradfreundliche Kommune“ und den im April erstmalig über die Bühne gegangenen autofreien Sonntag in Gmund. An der Hirschberg­straße angekommen, erfuhren die Tour-Teilnehmer von dem hier geplanten kommunalen Nahwärmenetz, in dessen Genuss sowohl gemeindliche Liegenschaften als auch private Hausbenutzer kommen sollen.

Beim nächsten Halt an der Point in Tegernsee fand mit Hans Feist, Leiter des Forstreviers Tegernseer Tal, ein informativer Meinungsaustausch statt. Feist berichtete von der riesigen Herausforderung, den heimischen Wald mit seinen vielfältigen Aufgaben und Eigenschaften – unter anderem als Regenrückhalt, Grundwasserlieferant und Kohlendioxid-Speicher – den klimatischen Veränderungen anzupassen. Schon heute sei klar, dass einige Baumarten, vor allem Flachwurzler wie die Fichte, durch vermehrte Trockenperioden große Probleme bekommen werden, gab der Förster zu bedenken. Welche Klimaszenarien der Bannwald in 50 beziehungsweise 100 Jahren aushalten müsse, sei noch ungewiss. Es gelte aber, rechtzeitig mit gezielter und standortgerechter Waldverjüngung für eine gelungene Mischung an Baumarten zu sorgen. Weiter auf dem Radltour-Programm stand eine Führung durch das Wasserkraftwerk in der Hammerschmiede. Frank Thinnes, Technischer Leiter des E-Werks Tegernsee, gewährte Einblick in das Innere der Anlage und nahm mit der Gruppe die ökologische Ausgleichsmaßnahme der Fischtreppe am Mühlbach in Augenschein. Außerdem wurde in puncto verstärkter dezentraler Stromerzeugung ausführlich diskutiert. Nach einer kurzen Stärkung in der Kreuther Naturkäserei ging’s schließlich nach Bad Wiessee. Dort erläuterte SPD-Gemeinderat Bernd Kuntze-Fechner geplante Vorsorgemaßnahmen vonseiten der Kommune zum Hochwasserschutz an Söll-, Zeisel- und Breitenbach. rei

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