Infoveranstaltung in der Vitalwelt

Klimafrühling in Schliersee: Energiesparen und regenerative Quellen

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Rund 70 Besucher nahmen an der Infoveranstaltung in der Vitalwelt im Rahmen des Klimafrühlings teil. Auch Gerhard Polt (r.) war dabei.

Schliersee – Etwa 70 Interessierte, darunter Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer, waren der Einladung des Arbeitskreises Energie Schliersee in die Vitalwelt gefolgt. Dort fand ein Klima- und Energiegespräch mit Experten im Rahmen des „Klimafrühlings Oberland“ statt. In Schliersee gab es drei kurze Vorträge zu Photovoltaik mit Stromspeicherung und Vernetzung, einer energetischen Haussanierung an einem Schlierseer Beispiel und der Errechnung eines CO2-Fußabdrucks.

Tobias Bernhardt von der Firma IBEKO-Solar Kolbermoor gab Einblicke in die Photovoltaik-Welt. Er hatte Tipps für den Erwerb von Batterien für PV-Anlagen und erläuterte die Idee, alle Anlagen miteinander zu vernetzen und mit anderen erneuerbaren Energien wie Wasserkraft und Biogas zu verbinden. „Das sind Konzepte für die Zukunft“, sagte Bernhardt.

Der Schlierseer Klaus Zellinger erzählte von der energetischen Komplett-Sanierung seines Privathauses und deren Kostenamortisation. Er untersuchte und verbesserte die Wärmedämmung in seinem Haus, installierte eine neue Gasheizung und baute Kollektoren aufs Dach. Er gab den Zuhörern die Empfehlung, unbedingt mit einem Energieberater zu sprechen und eine energetische Sanierung durchrechnen zu lassen, weil es sich wirklich lohnen könne.

Anhand eines persönlichen Rechenbeispiels präsentierte Energiefachmann Tom Böttler seinen „CO2-Fußabdruck“. Er erzählte von einer Neuseelandflugreise, die seinen normalen CO2-Verbrauch eines Jahres verdoppelte. Das brachte die Zuhörer zum Nachdenken. Immer wieder gab es auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen und sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen. Gerhard Polt, selbst Besitzer einer Photovoltaikanlage, wollte das Thema weniger technisch als eher politisch angehen. Er stellte die Frage in den Raum, warum sich die Forschung so wenig mit der Alternative „Wasserstoff“ auseinandersetzt. „Politisch, wer sind die Weichensteller?“, fragte Polt in die Runde. Er sieht den Wasserstoff nicht als „Allheilmittel“, aber würde sich wünschen, dass man ihn nicht außer Acht lässt. Der interessante Abend trug dazu bei, über die Zukunft, das Klima und wie jeder zu dessen Schutz beitragen kann, nachzudenken. jw

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