Kommen Notrufsäulen als Ersatz?

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THOMAS KLOTZ, Hausham – Ein wenig durch den Wind schien Ria Röpfl (Freie Wähler), dritte Bürgermeisterin der Gemeinde, zu sein als sie den Sitzungssaal betrat. Und auch Haushams erster Bürgermeister, Hugo Schreiber (FW), war nicht in gewohnter Ausgeglichenheit. Die beiden wurden, auf ihrem Weg zur jüngsten Sitzung des Hauptverwaltungs- ausschusses (HVA) , von einigen Demonstranten vor dem Rathaus teilweise scharf attackiert. Die rund 30 – zumeist älteren – Herrschaften echauffierten sich über das totale Fahrverbot hoch zur Gindelalm (wir haben berichtet). Schreiber versuchte, ihnen nochmals zu verdeutlichen, dass die Entscheidung demokratisch getroffen wurde. Sowohl er als auch Röpfl wollten, dass zu besonderen Anlässen das Verbot außer Kraft gesetzt werden sollte. Doch mit drei zu drei Stimmen wurde dieser Vorschlag verworfen. Schreiber räumte auch mit dem Gerücht auf, jeder Gemeinderat hätte einen Passierschein. Am gestrigen Dienstagabend zogen nochmal Haushamer Bürger zum Rathaus, um gegen die Sperrung der Gindelalmstraße zu protestieren. Hierüber berichten wir noch. Der Hauptverwaltungsausschuss der Gemeinde beschäftigte sich in seiner Sitzung dann zwar auch mit dem Huberspitz, aber einem anderen Weg. Es ging darum, dem Serpentinenweg zum Huberspitzhaus einen Namen zu geben beziehungsweise einen Vorschlag zu machen. „Barbarasteig“ könnte der Weg bald heißen. Zudem sollen Tafeln aufgestellt werden, die den Wanderern die Haushamer Geschichte näher bringen sollen. Weil aber der Haushamer Pfarrer Michael Mannhardt auch im Sinn hat, dort einen Meditationspfad zu errichten, soll mit ihm vor einer Entscheidungsfällung Rücksprache gehalten werden. Der HVA beschäftigte sich auch mit dem Thema Telefonzellen. Und zwar deswegen, weil die Deutsche Telekom an zwei Standorten in Hausham ihre Telefone entfernen möchte. Zum einen am ehemaligen Postamt, wo derzeit zwei Anlagen stehen, und zum andern an der Tegernseer Straße. Wegen der Nähe zur Turnhalle und zur Anton-Weilmaier-Schule sprach sich der HVA für den Erhalt beziehungsweise für die Errichtung einer Notrufsäule dort aus. Entscheidungsgewalt hat die Gemeinde über die Telefonstandorte aber nicht. Trotzdem wird der HVA der Telekom eine Empfehlung für den Erhalt der Telefonzelle aussprechen. Weiterer Tagesordnungspunkt war die Erhöhung der Gebühren für die Mittagsbetreuung und das Mittagessen in der Haushamer Grund- und Mittelschule. Um kostendeckend arbeiten zu können, wird der Preis für die Mittagsbetreuung um einen Euro auf 13,50 Euro pro Monat und Kind angehoben. Und auch beim Mittagessen werden die Schüler künftig mehr bezahlen müssen. Bislang kostete ein Gericht drei Euro. Weil aber 3,86 Euro von den Oberlandwerkstätten, die das Essen zubereiten, verlangt werden, musste die Gemeinde im vergangenen Jahr rund 15.000 Euro zuschießen. Einziger, der gegen die Preiserhöhung stimmte, war Thomas Danzer (SPD). Er sagte: „Ich finde, es sollte generell frei sein.“ Denn: „Das läppert sich – vor allem, wenn man zwei Kinder an der Schule hat.“

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