Sanierungen und Neubau

Kommunalunternehmen Bad Wiessee zieht Bilanz und stellt Pläne vor

Dr.-Scheid-Straße in Bad Wiessee
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Die Bauarbeiten laufen: Mitte Oktober sollen die beiden Häuser an der Dr.-Scheid-Straße bezugsfertig sein.

Bad Wiessee – Zwei Mehrfamilienhäuser an der Dr.-Scheid-Straße in Bad Wiessee werden bald fertig. Auch an anderen Stellen geht es voran.

„Wir schauen sehr zuversichtlich in die Zukunft“, erklärte Bürgermeister Robert Kühn mit Blick auf die Tätigkeit des Kommunalunternehmens Bad Wiessee (KU). Anlässlich eines Pressetermins informierten der Rathauschef, zugleich Verwaltungsratsvorsitzender, und Vorstand Thomas Lange über Renovierungsmaßnahmen, Neubaupläne und die Neustrukturierung des Unternehmens.

Nach der Kommunalwahl 2020 haben sich auch personelle Veränderungen ergeben. So löste Lange im September 2020 den früheren Vorstand Patrik Zeitler ab, dessen Vertrag nicht verlängert wurde. Lange, zugleich Leiter des Hauptamtes der Gemeinde, arbeitet nun zu 30 Prozent für das KU.

Wohnhäuser an Dr.-Scheid-Straße bald fertig

Mit Martin Brugger wurde ein Bautechniker angestellt, der zugleich für das Bauamt tätig ist. Immobilienkauffrau Dagmar Milbrandt ist seit Januar 2021 im Bereich der Hausverwaltung tätig, wo sie Petra Bollen unterstützt. Im September wird außerdem eine Ausbildungsstelle besetzt werden. Man leiste sich die eine oder andere Stelle mehr, um zu gewährleisten, dass Mieter einen direkten Ansprechpartner hätten, unterstrich der Rathauschef.

Gut zwei Jahre nach Fertigstellung des ersten Neubauprojekts, des Mehrgenerationenhauses an der Dr.-Scheid-Straße, steht nun das nächste Projekt vor seiner Einweihung: Ab Mitte Oktober 2021 sollen die beiden Mehrfamilienhäuser an der Dr.-Scheid-Straße 7 und 7a mit einer Gesamtwohnfläche von 1.222 Quadratmetern bezugsfertig sein. Sie bieten 16 barrierefreie Wohnungen mit Größen von zwei bis vier Zimmern, alle mit Balkon oder Terrasse. Man wolle insbesondere junge Familien, Paare und alleinstehende Personen mit kleinem und mittlerem Einkommen ansprechen.

Modernisiert an Söllbachtalstraße

Die Häuser verfügen über einen Fahrstuhl und eine Tiefgarage mit 19 Stellplätzen. Zusätzlich sind vier oberirdische Parkplätze vorhanden. Insgesamt 5,8 Millionen Euro hat das KU in dieses Projekt investiert. Wohnungsinteressenten können sich beim KU mittels freiwilliger Selbstauskunft registrieren lassen. Diese kann entweder von der Internetseite www.kubw.de heruntergeladen oder in Papierform angefordert werden. Ein Wohnungsberechtigungsschein ist nicht erforderlich. Natürlich werde bei den Bewerbungen Regionalität eine Rolle spielen, betonte Kühn.

Modernisiert wurde an der Söllbachtalstraße. Die beiden Gebäude aus dem Jahr 1974 wurden vor allem energetisch saniert. So wurden die Nachtspeicheröfen durch eine Zentralheizung ersetzt, zudem eine Dachsanierung und Dämmarbeiten vorgenommen. Einzelne Wohnungen wurden komplett saniert, vermietete Einheiten auf modernen Standard gebracht und teils mit neuen Bädern ausgestattet. Über die erforderlichen Arbeiten habe man die Bewohner frühzeitig informiert, sagte Lange. Auch die Außenanlagen wurden neu gestaltet, der Spielplatz von der Straße weg hinter das Haus verlegt. 1,7 Millionen Euro kosteten die Maßnahmen.

Nächstes Projekt: Hagngasse 45 und 47

Das nächste Vorhaben steht bereits an: Die Häuser an der Hagngasse 45 und 47 sind in die Jahre gekommen. Sie wurden 1963 gebaut. Hier war ursprünglich ebenfalls eine umfassende Modernisierung ins Auge gefasst worden. Laut Gutachten seien entsprechende Maßnahmen aber unwirtschaftlich, weshalb im Verwaltungsrat ein Neubau beschlossen wurde, der bis 2024 abgeschlossen sein soll.

Natürlich werde das Ganze gemeinsam in Absprache mit den Mietern erfolgen, betonte Kühn. Wohnen sei ein Grundrecht: „Hier ist ein sehr sensibles Vorgehen wichtig, man braucht viele Gespräche und viel Empathie.“ Bei anderen Liegenschaften wie in der Söllbachtalstraße habe das gut geklappt. ger

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