Nach über 15 Jahren

Kommunalwahl 2020: Grüne wollen wieder in Haushamer Gemeinderat

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Georg Kammholz (Vorstand Grünen-Kreisverband) stellte drei mögliche Haushamer Gemeinderatskandidaten für die Grünen vor: Sebastian Breitschafter, Elisabeth Gerl und Sascha Privitera (von links).

Hausham – Getragen von der deutschlandweiten grünen Welle sowie motiviert und mobilisiert von Kreisvorstand Georg Kammholz, wollen die Grünen bei der Kommunalwahl 2020 wieder im Haushamer Gemeinderat mitmischen. Seit mehr als 15 Jahren hat es in Hausham keine Liste der Grünen mehr gegeben. „Höchste Zeit also“, sagt Kammholz voller Tatendrang. Auf der Huberalm mit Blick über Hausham haben sich drei erste mögliche Kandidaten vorgestellt. „Für ein komplettes Wahlprogramm ist es noch zu früh“, erklärt Kammholz.

Einer der drei möglichen Kandidaten ist Sebastian Breitschafter. Der 42-Jährige ist in Hausham geboren und fühlt sich wohl in der Gemeinde. „Hausham ist gar nicht so schlecht gemacht“, findet er. Dennoch friste es ein gewisses Graue-Maus-Dasein im Landkreis. Davon möchte er weg. Etwa mit einem Projekt wie „Hausham – Dorf der Blumen“.

Auch Sascha Privitera (38) ist Haushamer mit Herz und Seele. Er möchte die eingefahrenen Strukturen im Gemeinderat auflösen. Für ihn gibt es viele wichtige Punkte, die in der Gemeinde anzupacken sind – darunter die Ortsmitte, der Flächenfraß und bezahlbarer Wohnraum. Privitera möchte sich dafür einsetzen, bestimmte Projekte zu priorisieren und dann auch schneller zum Abschluss zu bringen. Außerdem wünscht er sich die Möglichkeit der Bürgerbeteiligung, einen echten Dialog mit den Haushamern.

Elisabeth Gerl ist selbst kein Mitglied bei den Grünen, lebe aber die Philosophie schon seit Jahrzehnten. Die 60-Jährige empfindet Hausham als sehr lebenswert und bodenständig. Sie wünscht sich, dass sich mehr Frauen aktiv an der Gestaltung der Gemeinde beteiligen.

Die Gründung eines Ortsverbandes steht erst nach der Wahl zur Diskussion, erklärt Kammholz. Schließlich lebe dieser von der Möglichkeit, im Gemeinderat etwas zu bewegen. Ohne Vertreter im Gemeinderat sei das nicht gegeben.

Ein Bürgermeisterkandidat für die Wahl im Frühjahr könne sich noch ergeben, aber das sei aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich, erklärt Georg Kammholz. Für ihn stehe fest, dass es immer wichtiger werde, die Bürger bei Brennpunkt-Themen mitzunehmen. „Sonst endet man immer mit einem Bürgerbegehren, verliert wertvolle Zeit und hinterlässt viel verbrannte Erde“, sagt er. Wer Interesse hat, Hausham grün mitzugestalten, kann am morgigen Donnerstag, um 19 Uhr, in die Zierer Stuben zu einem ersten öffentlichen Treffen kommen. Tatsächliches Mitglied der Grünen muss man dafür nicht sein, nur die Philosophie muss passen. „Entscheidend ist das Herz“, sagt Kreisvorstand Georg Kammholz. jw

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