Kommunalwahl 2020

Ursula Lex (FDP) wird fünfte Kandidatin für das Amt des Landrats

Die Landkreis-FDP schickt ihre Vorsitzende Ursula Lex ins Rennen um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach.
+
Die Landkreis-FDP schickt ihre Vorsitzende Ursula Lex ins Rennen um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach.

Miesbach – Mit Ursula Lex gibt es nun fünf Kandidaten im Rennen um den Posten des Landrats im Landkreis Miesbach. Am Wochenende kommen weiterer hinzu.

Bei der Landratswahl im kommenden Frühjahr haben die Bürger eine große Auswahl. Mittlerweile sind bereits fünf Kandidaten nominiert, zuletzt kam Ursula Lex dazu. Sie ist Kreisvorsitzende der FDP, als Nachrückerin Anfang des Jahres in den Kreistag eingezogen und möchte nun auf den Chefsessel im Landratsamt. Den möchte Wolfgang Rzehak (Grüne) nicht hergeben. Außerdem stehen als Kandidaten bereits fest: Christine Negele (SPD), Olaf von Löwis (CSU) und Martin Beilhack (Bayernpartei).

An diesem Wochenende wird die Auswahl übrigens noch bunter. Am Sonntag (24. November) möchte die Freie Wählergemeinschaft ihren Kandidaten präsentieren. Wer es ist, wurde bisher streng geheim gehalten. Die Vorstellung findet im Valleyer Rathaus statt, die Nominierung dann am Mittwoch (19.30 Uhr) im Staudenhäusl. Und nachdem sich die FWG und die Partei Freie Wähler nicht einigen konnten, ist mit einem weiteren Kandidaten zu rechnen. Auch Die Linke wird einen Kandidaten ins Rennen schicken.

Bei den Liberalen steht die Entscheidung bereits. Mit großer Mehrheit hat die FDP am vergangenen Dienstag (19. November) im Bräuwirt Ursula Lex als Landratskandidatin aufgestellt. Die Geschäftsführerin eines familiär geführten Handwerksbetriebes aus Miesbach kündigte an, im Falle ihrer Wahl überparteilich und transparent arbeiten zu wollen. „Ein Landkreis sollte wie ein Unternehmen, planvoll und mit klaren Zielen geführt werden“, findet sie.

Die Herausforderungen seien gewaltig. „Deshalb ist es besonders wichtig, dass wir alle, frei von Parteiinteressen, neue intelligente Wege finden, aber auch bereits beschrittene, nachweisbar positive Wege weiter gehen“, sagte Lex in ihrer Bewerbungsrede. Die größten und dringendsten Probleme hat sie in den Bereichen Wohnraumknappheit und Infrastruktur ausgemacht. Unnötig dafür Naturfläche opfern möchte Lex aber nicht.

Zudem müsse der Landkreis für junge Menschen und Familien attraktiver werden, um nicht zu überaltern. Dazu gehört für Lex neben einer guten ärztlichen Versorgung, einem Verkehrskonzept, günstigem Wohnraum und Arbeitsplätzen auch eine funktionierende Internet- und Mobilfunkversorgung. „Nur wemma zamm dean, samma guad. Oder auf Hochdeutsch: Nur gemeinsam sind wir stark“, fasste Lex ihre geplante Politik zusammen.

Nach der Wahl der Landratskandidatin stellte die Kreis-FDP auch ihre Kandidaten für den Kreistag auf. Die Bewerber der ersten sechs Listenplätze traten in Einzelwahl an. Auf Platz 2 steht Martin Eberhard, der 2014 selbst zur Landratswahl angetreten war und wie Lex (Platz 1) im Kreistag sitzt. Dahinter folgt Florian Hupfauer, Miesbacher Bürgermeisterkandidat, vor Anian Orlob, Antje Helmers und Lorenz Juffinger. ft

Die gesamte Liste präsentieren wir in einer unserer nächsten Ausgaben.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Was die Realschule und die Papierfabrik in Gmund verbindet
Was die Realschule und die Papierfabrik in Gmund verbindet
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Personal und Material werden knapp
Coronavirus im Landkreis Miesbach: Personal und Material werden knapp
Neue Wählergruppierung "Blitz" am Tegernsee gegründet
Neue Wählergruppierung "Blitz" am Tegernsee gegründet
Sie kümmert sich fortan um den Bereich Umwelt beim Landratsamt
Sie kümmert sich fortan um den Bereich Umwelt beim Landratsamt

Kommentare