Verdienste in der Gynäkologie

Krankenhaus Agatharied: Chefarzt Stefan Rimbach erhält „Golden Scope“

Chefarzt Stefan Rimbach im OP
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Gynäkologie-Chefarzt Stefan Rimbach (M.), hier während eines minimal-invasiven Eingriffs, erhält eine hohe Auszeichnung.
  • vonFridolin Thanner
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Hausham – Gynäkologe Stefan Rimbach und damit auch das Krankenhaus Agatharied erhalten eine besondere Ehre: Der Mediziner wird für seine Verdienste in der minimal-invasiven Chirurgie ausgezeichnet.

Im Rahmen des Online-Kongresses der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie (AGE) wurde Stefan Rimbach, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe im Krankenhaus Agatharied, mit dem „Golden Scope“ ausgezeichnet. Dies ist die höchste Ehrung der AGE für besondere Verdienste in der gynäkologischen Endoskopie.

Wie das Krankenhaus in einer Mitteilung erklärt, würdigt die Golden-Scope-Auszeichnung herausragende Leistungen auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie in der Gynäkologie. Rimbach hat sich mit dem Thema gynäkologische Endoskopie wissenschaftlich und klinisch schon seit seiner Assistenz- und Oberarztzeit an der Universität Heidelberg beschäftigt und damit auch habilitiert.

Nach Zertifizierung zum Endometriosezentrum

Seine Expertise ist auch durch die persönliche Zertifizierung als Operateur mit MIC III belegt, der höchsten in minimal-invasivem Operieren in der Gynäkologie erreichbaren Stufe. Nun darf er sich über die Ehrung durch die AGE freuen. Nach Preisträgern in Hamburg und Gießen ging die renommierte Auszeichnung nach Agatharied. „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in unserem Hause eine solch hohe Expertise haben“, betont Benjamin Bartholdt, Leiter und Prokurist der Unternehmensentwicklung und -steuerung des Kreiskrankenhauses.

Für dessen Zertifizierung des Endometriosezentrums 2020 war das endoskopische Operieren auch ein wesentlicher Bestandteil. Gynäkologische Endoskopie ist das minimal-invasive Operieren in der Gynäkologie. Der Arzt sieht das Operationsgebiet auf einem Bildschirm über ein durch den Nabel eingeführtes Endoskop. Operiert wird mit Instrumenten, die durch winzige Einstiche im Unterbauch eingeführt werden.

Weiterentwicklung von Operationsverfahren

„Auf diese Weise werden größere Bauchschnitte vermieden und die Operation ist weit weniger belastend für die Patientin“, erklärt das Krankenhaus. Diese Technik werde in der gynäkologischen Abteilung bei der großen Mehrzahl aller Eingriffe eingesetzt – etwa bei Gebärmutter­operationen, bei unerfülltem Kinderwunsch, Endometriose, Senkungsoperationen und Eingriffen bei bösartigen Erkrankungen wie Gebärmutterkrebs.

In die Bewertung zur Golden-Scope-Auszeichnung fließen auch die wissenschaftliche und klinische Entwicklung sowie Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationsverfahren, zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge zu diesem Thema ein. Die AGE erkannte zudem Rimbachs Mitwirken am Ausbildungs- und Zertifizierungskonzept für die gynäkologische Endoskopie an, seine Aus- und Fortbildungstätigkeit im Rahmen von Operationskursen und Kongressen sowie sein berufspolitisches Engagement. So gehört Rimbach dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe an. Von 2016 bis 2017 war er zudem Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Endoskopie. ft

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