Innovation im OP

Krankenhaus Agatharied: Neue Technologie in der Wirbelsäulenchirurgie dank Spende

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Benjamin Bartholdt, Chefarzt Ulrich Brunner (v.r.), Oberarzt Helmut Ersch und Leitender Oberarzt Niels Buchmann (v.l.) bedankten sich stellvertretend bei Christian K. Lackner, Vorstand der Claus-Enneker-Stiftung, für die wichtige Spende.

Agatharied – Mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro an den Freundeskreis des Krankenhauses Agatharied hat die Claus-Enneker-Stiftung die Weiterentwicklung eines technologischen Verfahrens im Bereich der Wirbelsäulenbehandlung am Kreiskrankenhaus unterstützt. Der Zuschuss hat damit zur technischen Innovation und zur weiteren Verbesserung der Versorgung von traumatologischen und orthopädischen Patienten am Krankenhaus beigetragen.

Anfang des Jahres hat Ulrich Brunner, Chefarzt für Unfall-, Schulter- und Ellenbogenchirurgie und Leiter des regionalen Traumazen­trums am Krankenhaus Agatharied, den Förderantrag zur Anschaffung einer interoperativen Navigation sowie eines 3D-C-Bogens auf den Weg gebracht. Bereits seit vergangenem Jahr gibt es am Krankenhaus ein eigenes Spezialistenteam für Wirbelsäulenchirurgie, zudem feierte die Klinik die Zertifizierung zum regionalen Traumazentrum. Deshalb wurde die Anschaffung dieser Geräte „eine notwendige technische Voraussetzung zur Behandlung komplexer Krankheitsbilder an der Wirbelsäule“, erklärt das Kreiskrankenhaus. Am Donnerstag vergangener Woche besuchten der Vorstand des Freundeskreises, Klaus Fresenius, und der Vorstand der Claus-Enneker-Stiftung, Christian K. Lackner, das Kreiskrankenhaus. Eingeladen hatten Prokurist Benjamin Bartholdt und die leitenden Ärzte der Orthoclinic Agatharied, Ulrich Brunner und Niels Buchmann, um sich gemeinsam förmlich für die großzügige Spende der Stiftung zu bedanken. Anschließend ging es für die Beteiligten in den OP, um sich einen Eindruck von der Funktionsweise der neuen Technik zu verschaffen. Der leitende Oberarzt und Neurochirurg Buchmann erläuterte gemeinsam mit Oberarzt Helmut Ersch mit großer Leidenschaft und Begeisterung für das neue Verfahren die Details im Umgang mit der Navigation anhand eines Wirbelsäulenmodells.

Der Einsatz der Software ermöglicht es, den zu operierenden Bereich vor sowie während der laufenden Operation zu vermessen. Schrauben können so höchst präzise platziert und zu entfernendes Gewebe und Tumore ideal lokalisiert werden. Der Einsatzbereich reicht von der Hals-, über die obere Brust- und Rückenwirbelsäule bis zur unteren Lendenwirbelsäule. Die Navigation kann sowohl bei Routineoperationen als auch bei schweren Deformierungen, in der Tumorchirurgie und bei chirurgischen Planungen eingesetzt werden. Gerade beim Einsetzen von Implantaten in anatomisch kritischen Bereichen profitieren die Patienten von der enormen Präzision. „Durch Einsatz des 3D-C-Bogens kann die korrekte Lage der Implantate bereits während der OP überprüft werden. Dies bedeutet sowohl für das OP-Team als auch für die Patienten eine höhere Sicherheit und eine deutlich geringere Strahlenbelastung im Vergleich zu herkömmlichen Operationen“, erklärt Buchmann. Brunner ist überzeugt: „Die Navigationstechnik ist eine in großen Trauma- und Wirbelsäulenabteilungen unabdingbare Technologie.“ Das nun in Agatharied eingesetzte Gerät nehme „in dieser innovativen Qualität in Deutschland einen Spitzenplatz ein und steht dem Krankenhaus Agatharied als erstem in der Region zur Verfügung“.she

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