Kandidat mit Visionen

Kreis Miesbach: Martin Beilhack tritt für die Bayernpartei bei der Landratswahl im Frühjahr an

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Martin Beilhack (M.) ist Landratskandidat der Bayernpartei. Zu seiner Nominierung gratulierten ihm BP-Kreisvorsitzender Loris-Marco Gelesch (l.) und Florian Weber, der Landesvorsitzende.

Miesbach – Martin Beilhack ist mit der Politik gar nicht einverstanden – weder auf Landkreis- noch auf überregionaler Ebene. Nur ärgern möchte er sich aber nicht, sondern selbst Verantwortung übernehmen. Er tritt bei der Landratswahl im kommenden Frühjahr an. „Mir is mei Hoamatland so vui wert, i mach des jetz einfach“, sagte er am vergangenen Donnerstagabend. Da nominierte ihn die Bayernpartei beim Schützenwirt in Miesbach zum Kandidaten.

Nachdem die zehn anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder ihr Votum für Beilhack, ehemaliger Kreisrat der Freien Wähler, abgegeben hatten, legte er kämpferisch dar, wo sich seiner Meinung nach etwas ändern muss. Es müsse sich „Druck von unten aufbauen“, betonte Beilhack immer wieder. Er vermisst den „Aufschrei in der Bevölkerung“, erwartet aber nicht nur von ihr diesen Druck. Beilhack möchte auch selbst, sollte er gewählt werden, bei zuständigen Politikern vorstellig werden. Für einen Landrat gebe es dafür viele gute Gelegenheiten.

Es sind zahlreiche Themen, die Beilhack, Hauptmann der Waakirchner Gebirgsschützen, auf seiner Liste hat. Bei vielen liegt die Zuständigkeit jenseits der Landkreisgrenzen, etwa bei der Erbschaftssteuer, die er kritisiert. „Der Staat nimmt zu viel vom Brutto“, findet Beilhack generell. Grünen-Politik, Bienen-Volksbegehren, demonstrierende Jugendliche, zu wenig Volksmusik in Bayern1 – wenn die Zuständigen nur eins seiner Themen aufgreifen würden, „dann wär schon was gewonnen“, sagte Beilhack, dessen Antrieb seine Heimatliebe ist. „Das ist eine Sache des Herzens“, machte er deutlich. Beilhack sieht es als „Gnade“, hier leben zu dürfen. Die Schönheit der Landschaft möchte er nicht durch Stromleitungen entlang der Bahngleise beeinträchtigt sehen und sprach sich deshalb gegen eine Elektrifizierung der BOB aus. Wasserstoff ist für ihn ohnehin die bessere Alternative. „Die kleine Zillertalbahn macht‘s vor“, sagte Beilhack. Er ist gegen einen MVV-Beitritt des Landkreises und gegen die Neuausweisung der Wasserschutzzone. „Bis zur Uno ginge ich da“, betonte Beilhack. „Sie können ja Wasser haben, aber nicht umsonst“, sagte er in Richtung Landeshauptstadt. Seine eigene „Gaudi mit de Reichsbürger“ sprach er ebenfalls an. Im Zuge der Ermittlungen gegen die Szene und wegen des Verdachts, Beilhack gehöre dieser an, hat ihm das Landratsamt die Waffen-Besitzkarten entzogen. Beilhack klagte, ein Urteil ist noch nicht gefällt. „Ich bin kein Reichsbürger“, sagte Beilhack. „Mein einziger Fehler“, erklärte er, sei gewesen, die Staatsbürgerschaftsurkunde zu beantragen. Nicht nur in dieser Sache findet der Warngauer, dass es falsch läuft. Konkrete Lösungen bot Beilhack aber nur zu wenigen der Themen, die er ansprach. „Ob‘s geht, weiß ich nicht“, gab er beispielsweise zu, als er einen Ausbau der Wasserkrafterzeugung an Leitzach und Mangfall vorschlug. Fest steht für Beilhack jedenfalls: „Ein Landrat muss Visionen haben.“ Und den Bürgern dienen. Für den bevorstehenden Wahlkampf bat Beilhack aber seinerseits um Unterstützung, denn „allein ist man gar nichts.“ ft

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