Kommunalwahl 2020

Das haben die Grünen nach der Wahl im Tegernseer Tal vor

In allen fünf Talgemeinden gibt es nun Grünen-Ortsgruppen. Diese wollen nach der Wahl im März in den Gemeinderäten mitreden.
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In allen fünf Talgemeinden gibt es nun Grünen-Ortsgruppen. Diese wollen nach der Wahl im März in den Gemeinderäten mitreden.

Kreuth – Das Grünen-Team fürs Tegernseer Tal hat jüngst in Kreuth seine fünf Ortsgruppen und sein talweites Wahlprogramm präsentiert.

Der Ortsverband der Grünen im Tegernseer Tal lud jüngst in die Naturkäserei ein, um das Grünen-Team fürs Tegernseer Tal und dessen Wahlprogramm vorzustellen. Das Besondere: Alle Talorte sind vereint und setzen auf gemeinsame Lösungen zu den Themen Mobilität, Bauen, Umweltschutz, Tourismus, Bürgerkultur und Soziales. Erarbeitet werden diese Lösungen durch bunt gemischte Teams mit Vertretern aus jeder Talgemeinde, die in sechs Arbeitskreisen ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen.

Im mit rund 100 Personen voll besetzen Saal der Naturkäserei wurde zunächst der neue Wahl-Imagefilm präsentiert. Landrat Wolfgang Rzehak stimmte danach in einer kurzen Ansprache auf den Wahlkampf ein und betonte das schnelle Wachstum der Grünen in Bayern und das „Ankommen in der bürgerlichen Mitte der Gesellschaft“. 2020 ist das Jahr, in dem die Grünen ihr 40-jähriges Bestehen feiern.

Auch der Kreisverband Miesbach war schon ab 1980 mit dabei. Thomas Tomaschek, Vorsitzender des Ortsverbands und Gemeinderat in Rottach-Egern, präsentierte einen Rückblick zur Parteigeschichte von Petra Kelly über Joschka Fischer bis hin zum heutigen Führungsduo mit Robert Habeck und Annalena Baerbock. Er freute sich über den vollen Saal und merkte mit einem Augenzwinkern an: „Noch vor eineinhalb Jahren hätten wir unser Treffen in einer Telefonzelle abhalten können. Heute ein voller Saal – unser Wachstum ist rasant.“

Mit Johannes von Miller, Bürgermeisterkandidat in Bad Wiessee, wollen die Grünen erstmals einen Chefposten besetzen und planen künftig in allen Gemeinde- und Stadträten vertreten zu sein, um gezielt Anträge der Arbeitskreise in den Kommunen einzubringen und grüne Politik umzusetzen. Ein Trommler aus dem Senegal umrahmte die Veranstaltung mit fetzigen Rhythmen. Eines wurde an diesem Vormittag sehr deutlich: Die Grünen sind in allen fünf Talgemeinden gut aufgestellt und wollen kein Weiter so, sondern einen echten Politikwechsel. Einen Wechsel hin zu mehr Transparenz, Bürgerbeteiligung, Ökologie, Nachhaltigkeit und einer gemeinsamen talweiten Zusammenarbeit. ksl

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